Hoteliers fürchten Überkapazitäten: Berlin bereitet Betten-Boom Sorge

Hoteliers fürchten Überkapazitäten
Berlin bereitet Betten-Boom Sorge

Es soll ein Denkmal werden, das sich Metro-Gründer Otto Beisheim zum 80. Geburtstag in Berlin setzt. Auf dem letzten Filetgrundstück des Potsdamer Platzes eröffnet nächstes Wochenende das Beisheim Center mit dem neuen Grandhotel Ritz-Carlton Berlin als Aushängeschild.

BERLIN. In den Immobilien-Komplex vis à vis des Sony-Centers flossen 450 Mill. Euro aus dem Privatvermögen des Jubilars. Ebenfalls dazu gehören ein Marriott-Hotel mit 379 Zimmern, Büros und Luxuswohnungen. Beisheim ist nach Superlativen zumute: „Was für New York das Rockefeller-Center ist, wird das Beisheim Center für Berlin.“

In der Berliner Hotellerie werden die zusätzlichen Zimmerkapazitäten mit Skepsis gesehen. Denn nach jahrelangem Bettenboom warten in der Hauptstadt nun bereits 17 Hotels der 5-Sterne-Kategorie auf Gäste, und das Ritz-Carlton ist das vierte Haus der Spitzenklasse – neben Adlon, Four Seasons und Grand Hyatt. „Im Moment gibt das der Markt nicht her“, konstatiert Hanns Peter Nerger, Geschäftsführer der Berlin Tourismus Marketing, nüchtern. Allerdings sei Berlin eine Prestigeadresse – „und wer weltweit operiert, der kommt an der Stadt nicht mehr vorbei“, sagt er. Der Tourismuswerber setzt dabei gerade auf Häuser wie Ritz-Carlton, weil diese „etwa 20 % Gäste aus ihrer internationalen Hotelkette mit in die Stadt bringen“.

Auch Fred Hürst, General Manager im Grand Hyatt, ist zwiegespalten: „In der Situation, in der sich der Berliner Hotelmarkt befindet, wird es nach der Eröffnung des Ritz-Carlton erst einmal schwierig.“ Der Hotelchef glaubt jedoch, die Buchungen werden nur kurzzeitig zurückgehen. Auf lange Sicht sei das Ritz- Carlton „eine gute Chance für Berlin“. Ähnlich sieht das Stefan Simkovic vom Four Seasons am Gendarmenmarkt: „Konkurrenz macht stärker.“

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