HSK-Gruppe will sich von Wettbewerbern stärker abgrenzen – Helios setzt auf Transparenz
Deutsche Krankenhäuser entdecken das Marketing

Kommunale Krankenhäuser gelten oft als nicht nicht wettbewerbsfähig – dieses gängige Vorurteil straft die Wiesbadener Dr. Horst Schmidt Klinik (HSK) Lügen.

WIESBADEN. Zwar gehört das mittelgroße Allgemeinkrankenhaus im Grunde noch immer der ehrwürdigen wilhelminischen Kurstadt. Dennoch entwickelt sich die aus der Keimzelle des städtischen Krankenhaus entstandene HSK-Gruppe mit einer Dynamik, die jedem privaten Betreiber zur Ehre gereichen würde.

Zu dem in den sechziger Jahren gegründeten Stammhaus gesellte sich mit der Wilhelm Fresenius Klinik bald ein zweiter innenstädtischer Standort des Unternehmens. Kürzlich übernahm die Gruppe dazu vom Land Hessen das Staatsbad Schlangenbad samt der Nutzungsrechte für die traditionsreichen Heilquellen. Auch im Umland genießt die Gruppe offenbar einen guten Ruf: Die Städte Offenbach und Hanau vertrauen ihre Krankenhäuser der HSK-Gruppe im Rahmen von Managementverträgen auf Zeit an.

Was unterscheidet die Gruppe von der Vielzahl kommunaler Wettbewerber, bei denen die Angst vor Schließung oder Verkauf umgeht? Außer dem politischen Rückhalt einer Stadt, die ein Gesundheitsstandort bleiben will, vor allem das betriebswirtschaftlich orientierte Management. Schon früh sah HSK-Geschäftsführer Holger StrehlauSchwoll den bevorstehenden Verdrängungswettbewerb der Kliniken voraus und machte das Thema Marketing zur Chefsache.

HSK beauftragte die Werbeagentur Pentagram, ein Logo und einen einheitlichen optischen Auftritt für die Kliniken und Dienstleistungsbetriebe der Gruppe zu entwickeln. Um eine Marke zu etablieren, die mehr beinhaltet als optische Elemente arbeitet Strehlau-Schwoll zusätzlich mit der Beratungsgesellschaft Building Brands zusammen.

„Um sich am Markt durchzusetzen, müssen sich Krankenhäuser positiv vom Wettbewerb abgrenzen, genau wie jedes andere Unternehmen auch“, sagt Karin Klossek, Inhaberin von Building Brands. Krankenhäuser könnten diese Erkenntnis zu einem Wettbewerbsvorteil machen, indem sie eine Marke etablieren.

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