Hudson's Bay
Der Kaufhof-Eigner macht Verlust

Im Vorjahr stand der Warenhauskonzern Hudson's Bay noch glänzend da. Doch das abgelaufene Geschäftsjahr lief besonders bei zwei Einzelhändlern aus dem Portfolio schlecht. Der Konzern feilt bereits an Gegenmaßnahmen.
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TorontoDer nordamerikanische Kaufhof-Eigner Hudson's Bay ist wegen schlecht laufenden Geschäften bei seinen Saks Outlet-Läden und der Shopping-Webseite Gilt in die roten Zahlen gerutscht. Im Ende Januar abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 lief ein Verlust von 516 Millionen Kanadische Dollar (umgerechnet 360 Millionen Euro) auf, wie der Konzern am Dienstag mitteilte.

Im Jahr zuvor hatte Hudson's Bay noch 387 Millionen Kanadische Dollar Gewinn gemacht. Dabei kletterte der Umsatz auch dank des Zukaufs der Warenhauskette Kaufhof um fast 30 Prozent auf 14,5 Milliarden Kanadische Dollar.

Doch allein im vierten Quartal musste Hudson's Bay 116 Millionen Kanadische Dollar auf Saks OFF 5th und Gilt abschreiben. "Das vergangene Jahr war ein Jahr voller Umwälzungen für den Einzelhandel", sagte Konzernchef Jerry Storch.

Online-Händler wie Amazon machen es vor allem den großen Warenhäusern schwer, Kunden in die Geschäfte zu locken. Mit höherwertigeren Produkten und dem Ausbau der Online-Kapazitäten will Hudson's Bay seine beiden Problemmarken wieder auf Vordermann bringen und sieht langfristige Wachstumschancen für sie. "Wir agieren bestimmt und treffen harte Entscheidungen, um die Performance sicherzustellen, falls das Umfeld bestehen bleibt", sagte Storch.

Wie Reuters Mitte März von Insidern erfahren hatte, führt Hudsons's Bay Sondierungsgespräche mit der Luxusmode Neiman Marcus Group über eine Übernahme. Ein Versuch, die Kette Macy's zu kaufen, war Anfang des Jahres gescheitert.

Die Warenhauskette Kaufhof hatte Hudson's Bay, im Jahr 1670 gegründet und damit das älteste Unternehmen Nordamerikas, 2015 vom Metro-Konzern übernommen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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