Hudson's Bay Kaufhof lässt die Kasse des neues Eigners klingeln

Kaufhof beflügelt den Umsatz des neuen Eigners Hudson's Bay. Der kanadische Handelsriese will im laufenden Jahr noch mehr verdienen. Doch die Investitionen in die deutschen Warenhäuser fallen im Vergleich bescheiden aus.
Die Filiale von Galeria Kaufhof auf dem Alexanderplatz in Berlin: Eigentümer Hudson's Bay will im laufenden Jahr bis zu 850 Millionen kanadische Dollar investieren, das entspricht rund 570 Millionen Euro. Ein Großteil davon soll in die Renovierung der Filialen fließen. Quelle: pixathlon / Angerer
Kaufhof

Die Filiale von Galeria Kaufhof auf dem Alexanderplatz in Berlin: Eigentümer Hudson's Bay will im laufenden Jahr bis zu 850 Millionen kanadische Dollar investieren, das entspricht rund 570 Millionen Euro. Ein Großteil davon soll in die Renovierung der Filialen fließen.

(Foto: pixathlon / Angerer)

DüsseldorfDie Kaufhof-Übernahme zahlt sich für den neuen Eigner Hudson's Bay aus. Der nordamerikanische Handelsriese konnte dank seiner Expansion nach Deutschland 2015 den Umsatz deutlich steigern. 2016 sollen Umsatz und Gewinn zulegen. Hudson's Bay will zudem Kaufhof-Filialen modernisieren.

Der Umsatz bei Einzelhandel habe sich im abgelaufenen Quartal mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft um mehr als 70 Prozent auf 4,49 Milliarden kanadische Dollar (gut drei Milliarden Euro) erhöht, wie das Unternehmen mitteilte. Der Nettogewinn kletterte auf 370 (Vorjahreszeitraum: 115) Millionen kanadische Dollar. Analysten hatten dem Warenhaus-Konzern aber noch mehr zugetraut. Höhere Kosten verhinderten einen noch stärkeren Gewinnanstieg.

Die zehn beliebtesten Luxusgüter der Welt
Rang 10: Luxus-Kreuzfahrten
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Die Demografie- und Einkommensentwicklung wirkt sich positiv auf die Luxus-Kreuzfahrt-Industrie aus. Rund zwei Milliarden Euro Umsatz wurden 2015 in diesem Marktsegment erwirtschaftet. Im Vergleich zu 2014 ist der Markt um vier Prozent (wechselkursbereinigt) gewachsen. Damit sind Kreuzfahrten unter den Reichen nach wie vor sehr gefragt. Insbesondere Fahrten zu ungewöhnlichen Reisezielen waren in diesem Jahr beliebt.

Rang 9: Luxus-Jachten
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Der Luxus-Jacht-Markt stagniert. 2015 wurden – genauso wie im Vorjahr – weltweit sieben Milliarden Euro in diesem Segment umgesetzt. Das reicht jedoch aus, um einen Platz in der Top Ten der beliebtesten Luxusgüter zu ergattern. Eine positive Tendenz hat sich zudem abgezeichnet: Die Nachfrage nach Halbfertigerzeugnissen in der Industrie aus China und dem Vereinigten Königreich ist zuletzt gestiegen.

Rang 3: Luxuriöse Privatjets
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Privatjets waren 2015 das achtgrößte Segment auf dem Luxusgütermarkt mit einem Umsatz von 21 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Nachfrage um 14 Prozent gewachsen, wechselkursbereinigt ist das Wachstum jedoch sogar um einen Prozent gesunken. Nordamerika ist hier der stärkste Markt.

Rang 7: Hochwertige Designerwaren
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Das zweite Jahr in Folge ist die Nachfrage auf dem Designmarkt gestiegen – wechselkursbereinigt um vier Prozent auf 32 Milliarden Euro. Beliebt waren im vergangenen Jahr vor allem hochwertige Wohn- und Schlafzimmermöbel, sowie Designerlampen. Besonders der europäische Markt konnte von den positiven Wechselkursentwicklungen profitieren, insbesondere Italien und Deutschland kam dies zugute. Den größten Verkaufskanal bildet nach wie vor der Großhandel (66 Prozent), der Online-Handel macht in diesem Segment zurzeit noch einen geringen Anteil aus, wächst aber stetig.

Rang 6: Bildende Künste
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Luxusgüter aus der bildenden Kunst machen 70 Prozent des gesamten Kunstmarkts aus. Die sich schnell entwickelnden Online-Kanäle bilden eine vielversprechende Plattform für interessierte Sammler, die noch keine Marktkenner sind. Der größte Markt ist in diesem Segment die USA, der vor allem in New York floriert.

Rang 5: Delikatessengeschäft
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Ähnliches gilt für das Delikatessengeschäft. In diesem Segment wurden 2015 45 Milliarden Euro umgesetzt, der Markt ist im Vergleich zu 2014 um vier Prozent gewachsen. Insgesamt wurden in der Sparte mit dem Delikatessengeschäft und Luxus-Spirituosen 108 Milliarden Euro auf der ganzen Welt umgesetzt.

Rang 4: Luxusweine und Spirituosen
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Mit Luxusweinen und Spirituosen wurden 2015 64 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Das entspricht einem Wachstum von drei Prozent (wechselkursbereinigt) im Vergleich zum Vorjahr. Auf der ganzen Welt konnte Luxuswein ein solides, organisches Wachstum verzeichnen. Experten rechnen zukünftig mit einer besonders starken Kaufkraft der Touristen in diesem Marktsegment, da sie den Wertverlust des Euro für Luxus-Shoppingtouren in Europa nutzen.

2016 wollen die Nordamerikaner dann weiter zulegen. Der Umsatz soll zwischen 14,9 bis 15,9 Milliarden kanadische Dollar liegen, das entspricht bis zu 10,7 Milliarden Euro – nach 11,2 Milliarden kanadische Dollar im Vorjahr. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) wird bei 800 bis 950 Millionen kanadische Dollar erwartet, im Vorjahr waren es 781 Millionen.

Hudson's Bay hatte Kaufhof im September für rund 2,8 Milliarden Euro von der Metro übernommen. Das Nachsehen hatte damals Karstadt-Eigner Rene Benko, der ebenfalls die Fühler nach dem Konkurrenten ausgestreckt hatte. Die Kaufhof Warenhäuser sollen jetzt mit Investitionen auf Vordermann gebracht werden.

Insgesamt will Hudson's Bay im laufenden Jahr bis zu 850 Millionen kanadische Dollar investieren, das entspricht rund 570 Millionen Euro. Weniger als die Hälfte davon – rund 40 Prozent – sollen in die Warenhäuser in Nordamerika und Europa gepumpt werden. Kaufhof muss sich diese Gelder mit der nordamerikanischen Kette „Saks Fith Avenue“ teilen – unter anderem soll deren Filial-Aushängeschild in New York aufpoliert werden.

HBC hatte angekündigt, bei Kaufhof die Sortimente Beauty, Schuhe und Handtaschen sowie den Service ausbauen zu wollen. Zudem soll der Internet-Verkauf gestärkt werden. HBC will die Kette auch als Sprungbrett für eine Expansion in Europa nutzen. Kaufhof betreibt unter dem Namen "Galeria Inno" schon Filialen in Belgien.

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