Hugo Boss Bericht über Investor-Einstieg beflügelt Modekonzern

Der aktivistische Investor Albert Frere ist laut einem Bericht bei Hugo Boss eingestiegen und will weiter zukaufen. Das lockt prompt auch weitere Investoren an. Die Aktie des Modekonzerns legt kräftig zu.
Update: 16.02.2017 - 14:59 Uhr Kommentieren
Einem Bericht des „Manager Magazins“ zufolge soll der aktivistische Aktionär Albert Frere über seine Investmentfirma beim Modekonzern Hugo Boss eingestiegen sein. Quelle: AFP
Hugo Boss

Einem Bericht des „Manager Magazins“ zufolge soll der aktivistische Aktionär Albert Frere über seine Investmentfirma beim Modekonzern Hugo Boss eingestiegen sein.

(Foto: AFP)

DüsseldorfSpekulationen über einen Einstieg des belgischen Investors Albert Frere bei Hugo Boss haben Anleger angelockt. Die im MDax notierte Aktie des schwäbischen Modekonzerns legte am Donnerstag in der Spitze um 8,8 Prozent auf 65,54 Euro zu und markierte damit ein Zwölf-Monatshoch. „Das zeigt, dass Investoren offenbar wieder Vertrauen in Boss bekommen“, sagte ein Händler.

Das „Manager Magazin“ hatte zuvor unter Berufung auf nicht näher beschriebene Quellen berichtet, der aktivistische Aktionär Albert Frere sei über seine Holding Groupe Bruxelles Lambert (GBL) mit knapp drei Prozent bei Boss eingestiegen. GBL wolle weiter zukaufen. Bei GBL war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Eine Boss-Sprecherin sagte, eine Stimmrechtsmitteilung sei nicht eingegangen. Darüber hinaus wollte sie die Angelegenheit nicht kommentieren.

Kleider machen Milliardäre
Platz 10: Burberry
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Der Hoflieferant von Queen Elizabeth und Prince Charles gehört zu den luxuriösesten Modelabels der Welt – und zu den teuersten. Gegründet wurde das Unternehmen 1856. Seit 1920 ist Burberry an der Londoner Börse notiert, die Marke ist Mitglied im FTSE 100 Index.

Umsatz 2015: 3,4 Milliarden Euro*

*Geschäftsjahr 2014/15

Quelle: Umsatzrangliste europäischer Bekleidungsmarken nach der Zeitschrift „TextilWirtschaft“, dfv-Mediengruppe

Platz 9: Prada Group
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Die bekannteste Marke der Prada Group ist heute noch Prada, allerdings sind Marke und Unternehmen nicht mehr synonym: Weitere Marken der Prada Group sind Miu Miu, Church’s und The Original Car Shoe. Das Unternehmen Prada wurde 1913 von Mario und Martino Prada gegründet, 1919 stieg der exklusive Hersteller von Handschuhen, Taschen und Koffern zum königlichen Hoflieferanten auf. 1978 übernahm Miuccia Prada, Enkelin von Firmengründer Mario, die Geschäfte und baute die Prada Group zu einem global agierenden Modekonzern aus. Prada eröffnete erst im Jahr 1983 ein zweites Ladenlokal, wie das erste in Mailand liegend.

Umsatz 2015: 3,5 Milliarden Euro

Platz 8: Next
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Der britische Modehändler Next, 1982 gegründet, besitzt mittlerweile nach eigenen Angaben über 500 Geschäfte im Vereinigten Königreich und Irland, sowie „nahezu“ 200 Franchise-Stores in 40 Ländern. Er ist mittlerweile zum führenden Online-Modehändler Großbritanniens aufgestiegen und liefert seine Kollektionen in über 72 Länder. Next setzt auf eigene Designs und vertreibt ausschließlich die eigene, gleichnamige Modemarke.

Umsatz 2015: 5,6 Milliarden Euro

Platz 7: C&A
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Im Jahr 1841 gründeten die Brüder Clemens und August Brenninkmeijer das Unternehmen 'C. en A.' und eröffneten ein Geschäft, das als eines der ersten Kleidung in Konfektionsgrößen verkaufte. Bis heute befindet sich das Unternehmen in mittlerweile sechster Generation in Besitz der Familie Brenninkmeijer. C&A ist mit 1575 Filialen in 21 europäischen Ländern vertreten und beschäftigt rund 35.000 Mitarbeiter.

Umsatz 2015: 6 Milliarden Euro

Platz 6: Primark
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Die erste deutsche Filiale des 1969 gegründeten Textil-Discounters wurde 2009 in Bremen eröffnet, mit mittlerweile 20 Läden ist die Bundesrepublik das Land mit den drittmeisten Primark-Filialen außerhalb des Vereinigten Königreichs. Strategie des irischen Unternehmens ist es, auf in der Regel mehreren tausend Quadratmetern Verkaufsfläche modische Textilien, Schuhe und Accessoires zu extrem niedrigen Preisen anzubieten – damit ist der Konzern anders als andere Textil-Discounter vor allem bei jungen Menschen erfolgreich. Wegen Arbeits-, Lohn- und Produktionsbedingungen in Billiglohnländern steht das Unternehmen immer wieder in der Kritik.

Umsatz 2015: 7,6 Milliarden Euro

Platz 5: Kering
6 von 10

Das französisch-italienische Modeunternehmen Kering wurde 1963 von dem französischen Unternehmer François Pinault gegründet und bis 2005 von diesem geführt. Seit dem 21. März 2005 wird der Konzern von Pinaults Sohn, François-Henri Pinault (im Bild), geleitet. Der Name Kering dürften nur den Wenigsten bekannt sein. Doch mit Labels wie Puma oder Gucci erreicht der Konzern ansehnliche Umsätze.

Umsatz 2015: 11,5 Milliarden Euro

Platz 4: Christian Dior
7 von 10

Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 gegründet, trug Christian Dior maßgeblich dazu bei, dass sich Paris als Modehauptstadt der Welt etablieren konnte. Insgesamt beschäftigt das Unternehmenskonglomerat über 100.000 Mitarbeiter. Für die Modesparte von Dior arbeiten knapp 3600 Menschen.

Umsatz 2015: 12,3 Milliarden Euro

Frere wäre der zweitgrößte Einzelaktionär bei Boss hinter dem italienischen Großaktionär Gaetano Marzotto, der über verschiedene Firmen zehn Prozent an dem Metzinger Unternehmen hält. Der belgische Milliardär Frere greift bei seinen Investments häufig operativ durch. So führten er und der ägyptische Milliardär Nassef Sawiris den Zementkonzern Lafarge in die Fusion mit dem Schweizer Rivalen Holcim. Auch beim Sportartikelhersteller Adidas sind sie gemeinsam unterwegs und mischen inzwischen im Aufsichtsrat mit.

Boss leidet seit Monaten unter dem wachsenden Online-Handel und steckt mitten im Konzernumbau. An der Börse wurden die Titel im Sommer vergangenen Jahres zeitweise nur noch mit 46 Euro gehandelt. Der neue Vorstandschef Mark Langer will mit weniger Marken und einer stärkeren Ausrichtung auf Herrenmode das Ruder herumreißen. Als einen ersten Erfolg konnte er zuletzt verbuchen, dass Boss 2016 besser abschnitt als befürchtet.

  • rtr
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