Moderiesen H&M und Swarovski helfen jungen Designern

H&M und Swarovski
Moderiesen helfen jungen Designern

Bei Modemessen fallen junge deutsche Designer selten auf. Deshalb bekommen sie nun Unterstützung aus der Modebranche und von Händlern. Doch ganz uneigennützig ist die Hilfe von H&M, Swarowski oder dem KaDeWe nicht.
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BerlinEs ist eine düstere Szene: Die ganze Bühne ist in Schwarz getaucht. Zwischen großen dunklen Granitblöcken laufen junge und alte, zum Teil grauhaarige Mannequins in schwarzen Umhängen und Kleidern über die Bühne. Ein Streichquartett und ein Elektronikmusiker begleiten das Szenarium mit schweren, rhythmusbetonten Melodien.

Mode-Inszenierung, nicht Modenschau, nennt Esther Perbandt ihre Show zur Fashion Week in Berlin. Die junge Berliner Designerin hat das Theater Volksbühne im Osten Berlins gemietet, um ihre neueste Kollektion für den kommenden Herbst und Winter zu präsentieren.

Der Aufwand ist groß. „Wir haben für die Hälfte der gut 600 Plätze im Saal Eintrittskarten verkauft”, erzählte Perbandt vor der Show. „So können wir einen Teil der Kosten finanzieren.”

Die jungen deutschen Designer müssen sich anstrengen, um bei der Masse an Modenschauen und hunderten von Präsentationen auf den rund einem Dutzend Modemessen in Berlin aufzufallen. Noch schwerer ist es, sich später im Tagesgeschäft in Deutschland und vor allem international durchzusetzen.

Dabei erhalten sie immer mehr Unterstützung aus der Modebranche. Das reicht vom schwedischen Textilkonzern H&M über das Luxuskaufhaus KaDeWe bis zum Luxus-Onlineshop Luisaviaroma. „Nur wenn unsere Designtalente mit ihren Arbeiten auch den Weg in den Handel finden, können sie wachsen und sich dauerhaft etablieren”, weiß Christiane Arp, Chefredakteurin der Vogue Deutschland und Motor zahlreicher Initiativen, um die Chancen für vielversprechende deutsche Designer im rauen Modegeschäft zu verbessern.

So lädt Arp den Modehandel zur Fashion Week ins herrschaftliche Kronprinzenpalais am Boulevard Unter den Linden ein. Dort präsentieren sich Designer wie die Münchener Kaschmir-Marke Allude, die Mannheimer Designerin Dorothee Schumacher zusammen mit Jungtalenten wie William Fan oder Tim Labenda im „Berliner Mode Salon” oder im „Vogue Salon”.

Die exklusiven Gruppenausstellungen jedoch sind zu wenig, um sich im Modemarkt durchzusetzen, der sich gerade massiv wandelt: Modefirmen stürzen in die Insolvenz, müssen nach einer massiven Expansion viele eigene Markenläden schließen, kämpfen mit dem Onlinegeschäft und liefern sich brutale Rabattschlachten.

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Es hapert am professionellen Markenaufbau

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