Hurrikan „Sandy“ in New York

Unterwegs in der Geisterstadt

U-Bahnen dicht, Schulen geschlossen, die Wall Street menschenleer: In New York steht das öffentliche Leben fast still. Der Hurrikan ist schon zu erahnen, die Menschen treffen letzte Vorbereitungen. Eine Reportage
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Auf diesem Satellitenbild nimmt der Sturm Kurs auf Kap Hatteras, eine Landspitze im Bundesstaat North Carolina. Quelle: dapd

Auf diesem Satellitenbild nimmt der Sturm Kurs auf Kap Hatteras, eine Landspitze im Bundesstaat North Carolina.

(Foto: dapd)

New York Der Broadway in Lower Manhattan gleicht an diesem Montagmorgen einer Geisterstadt. Dort, im Zentrum der Weltfinanz, wo man an normalen Tagen vor lauter Autos, Männern in Anzügen und Frauen in Kostümen kaum die Straße sieht, ist es heute so ruhig wie auf dem Dorf. Die Geschäfte und Imbissbuden sind geschlossen, und die einzigen Menschen, die sich heute dort unten blicken lassen, sind Obdachlose und ein paar Touristen.

Es ist auch kein normaler Tag: Hurrikan „Sandy“ hat sich für den Nachmittag angekündigt, und seine Windböen peitschen bereits den Regen durch die Häuserschluchten. Durch die Seitenstraßen wehen Blätter und Plastiktüten, ein einsamer Streifenwagen kurvt herum und lässt per Lautsprecher die leeren Straßen wissen: „Dies ist eine vorgeschriebene Evakuierung. Bitte kommen Sie der Aufforderung nach.“

Das Finanzzentrum der Welt ist laut den Planungen des Katastrophenschutzes heute vor allem folgendes: „Evakuierungszone A“. 

„Sandy“ hat die Finanzwelt New Yorks an diesem Montag schon vor seiner Ankunft durchgewirbelt. Die meisten Banken und Finanzfirmen lassen ihre Mitarbeiter von zu Hause oder im Hotel arbeiten. Es fährt ja ohnehin keine U-Bahn. Selbst das Symbol des amerikanischen Kapitalismus, die Börse NYSE, hat heute geschlossen. Das mächtige, säulenverzierte Gebäude, steht heute, von Sandsäcken geschützt, ziemlich nutzlos an der Wall Street Ecke Nassau herum.

Ein paar Straßen weiter von der Wall Street entfernt, am Battery Park an der Südspitze Manhattans, tritt bereits das aufgepeitschte Wasser über die Ufer. „Naja“, sagt David Sundberg, „noch ist ja alles nicht so schlimm.“ Der 52-jährige New Yorker, Brille und Neonjacke, wollte noch eine Runde joggen, bevor er sich dann zu Hause einigelt. „Man weiß ja nicht, wie es ausgehen wird, wir sind jedenfalls für alles vorbereitet.“

Gerüstet für den „Frankenstorm“
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7 Kommentare zu "Hurrikan „Sandy“ in New York: Unterwegs in der Geisterstadt"

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  • Gute Frage(n)....ich habe gerade vorhin zu meiner Frau gesagt ob sie es nicht merkwürdig findet was da für Trubel gemacht wird wegen diesem angeblichen Jahrhundertsturms...bzw. wieso da ALLES stillgelegt wurde im voraus.

  • Die Kommunisten machen so verdammt gute Propaganda. Hat Tom Königs noch irgendwo die Spendenkontonummer des Vietkong? ;o)


  • Liebes handelsblatt.com-Team, sendet doch bitte einen Reporter samt Kamera nach Süd-Manhatten (Financial District) und harrt solange aus, bis sich diese Hurrikan-Farce gelegt hat. Wenn Ihr das tut, bekommt Ihr die Schlagzeile Eures Lebens. Und immer schön auf die vielen LKW's incl. Goldladung draufhalten. Versuch macht klug ;-)

  • Gott würfelt nicht!!!

    Am Tiefdruckgebiet abgeprallt, Energie aus dem Golfstrom gesogen, von der Springflut verstärkt - „mehrere Zufälle“ lassen Hurrikan "Sandy" zum Supersturm anwachsen.

    Eigentlich wäre der Hurrikan bereits nach Osten auf den Atlantik abgedreht, würde dort nicht ein Tiefdruckgebiet und nördlich davon ein mächtiges Hochdruckgebiet den Weg blockieren. Sie lassen "Sandy" quasi abprallen und drängen den Hurrikan auf den ungewöhnlichen Weg Richtung Küste. Über dem Land aber kommen "Sandy" zwei Sturmfronten entgegen, die mit dem Hurrikan einen regelrechten Tanz vollführen.
    (Quelle: spon.de)

  • Warum muss ich eben an "Philipp Rösler" denken?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Manchurian_Kandidat!

  • Schon in der Karibik hat sich Sandy als weit weniger desaströs herausgestellt als vorhergesagt. In den USA soll Sandy mit gerade mal noch 120Kmh Windgeschwindigkeit ankommen und absolut tödlichen 2(Zwei!) Meter hohen Monsterkillerwellen. Jeder Surfer lacht sich tot!

    Bei zwei Meter hohen Wellen fängt der Spaß erst an.

    Wegen dieses absolut apokalyptischen Szenarios werden nun in New York alle öffentlichen Verkehrsmittel eingestellt, eine Ausgangssperre verhängt, ein Flugverbot erteilt mit tausenden gestrichenen Flügen, die UNO geräumt, die Börse geschlossen und im Süden Manhattans fast 400.000 Einwohner zwangsevakuiert.

    Da kommen da einige Fragen auf:

    - Was sollen diese drakonischen Maßnahmen, die verhältnismäßig lange bevor der Sturm überhaupt das Land getroffen hat, eingeleitet wurden?

    - Wieso wird in den Nachrichtensendungen peinlich vermieden, den südlichsten Teil Manhattans, der zwangsevakuiert wird, bei seinem üblichen Namen zu nennen, nämlich “Financial District“?

    - Liegt nicht im Financial District die FED mit den (angeblich) größten Goldvorräten der Welt im Keller?

    - Könnte nicht in einem menschenleeren Manhattan das gelingen, was ansonsten unmöglich wäre: Der unbemerkte Abtransport von tausenden Tonnen Gold mittels hunderter LKW?

    - Könnten in dem ganzen Trubel nicht diverse Leute verhaftet werden, ohne großes Aufsehen zu erregen und ohne daß diese wegen des Flugverbotes noch fliehen können?

    - Könnte die Gelegenheit nicht genutzt werden, um größere Ma- Soll Obama als Retterfigur aufgebaut werden, um seine Wiederwahl zu sichern? Sollen die Wahlen ausgesetzt/verschoben werden?

    - Ist es reiner Zufall, daß gerade für die nächste Zeit die Milizen in den USA Aktionen angekündigt haben?

    - Ist es auch reiner Zufall, das schon einen Tag bevor der Sturm überhaupt das Festland erreicht, über 60.000 Nationalgardisten in Alarmzustand versetzt wurden, während in New Orleans selbige Helden erst fünf Tage nach der Überschwemmung durch Kathrina eintrafen?

    usw……….

  • Gott hat wirklich Sinn für Humor!
    Im Zentrum der Finanzmacht New York jetzt dieser Orkan.
    Wenn das kein himmlisches Zeichen für diesen menschlichen Irrweg ist, weiß ich auch nicht mehr!

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