Hyperloop
Die Deutschland-Connection

Die Idee für ein super-schnelles Transportsystem der Zukunft kommt von dem amerikanischen Visionär Elon Musk. Zwei deutsche Unternehmen helfen dabei, den Hyperloop Wirklichkeit werden zu lassen.

New York„Wir arbeiten daran, dass Reisen weniger nervig wird“, fasst Dirk Ahlborn seine ehrgeizige Mission zusammen. Der gebürtige Berliner ist Chef von Hyperloop Transportation Technologies, einem von zwei Unternehmen, die derzeit versuchen, eine neuartiges Transportsystem aufzubauen. „Wir wollen etwas erschaffen, das auch wirtschaftlich sinnvoll ist und ein gutes Geschäftsmodel hat“, versicherte Ahlborn am Dienstag auf der DLD-Konferenz in New York.

Die Idee beruht auf einem Entwurf von Elon Musk, der den Elektroautobauer Tesla und das Raumfahrtunternehmen SpaceX leitet. Musk beschrieb das Projekt einst als „eine Mischung aus Concorde, Schienengewehr und Air-Hockey“. Dabei sollen Kapseln knapp unter der Schallgrenze in Röhren von einem Ort zum anderen jagen. Mit Geschwindigkeiten von 1220 Kilometern pro Stunde wäre der Hyperloop schneller als Flugzeuge.

Auch zwei deutsche Firmen helfen dabei, das futuristische Projekt Wirklichkeit werden zu lassen. Eine zentrale Rolle für den Antrieb spielt die Kölner Firma Oerlikon Leybold. Der Vakuum-Spezialist liefert die Berechnungen, um den Unterdruck in den Röhren zu erzeugen, der nötig ist, um so hohe Geschwindigkeiten zu erreichen.

„Wir haben ein Dokument ausformuliert, in dem wir die Vakuum-Theorie erklären, die für den Hyperloop relevant ist. Anschließend haben wir verschiedenen Simulationen für eine Teststrecke gemacht und gezeigt, was überhaupt notwendig ist, um die Strecke unter Vakuum zu setzen und welche Auswirkungen das auf die Stabilität und zum Beispiel den Stromverbrauch hat“, erklärt Carl Brockmeyer, der bei Oerlikon Leybold die Geschäftsentwicklung leitet.

Hyperloop Transportation Technologies ist ein gewöhnliches Unternehmen. Es beruht auf einer Plattform, die es erlaubt, Ressourcen von allen möglichen Firmen und Einzelpersonen einzuholen. Wer sich bei dem Projekt engagiert, wird vorerst in Aktien bezahlt. Ein Börsengang ist für Ende des Jahres geplant – erst dann können die Mitarbeiter ihre Anteile zu Geld machen.

Die Kölner arbeiten mit Teams auf der ganzen Welt zusammen, um eine ganze Reihe wichtiger Aspekte zu klären. Eine wichtige Voraussetzung ist, die Röhre gegen Lecks abzusichern. „Wir sprechen dazu mit Teams, die zum Beispiel für den Bau der Röhre zuständig sind. Oft werden wir gefragt, ob wir Erfahrungen mit einem bestimmten Material gemacht haben. Stahl, Beton und Polymere gibt es ja in verschiedenen Formen. Da gibt es immer neue Situationen, die wir vakuum-technisch bewerten müssen“, sagt Brockmeyer.

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