IBM, HP, T-Systems und CSC als mögliche Käufer gehandelt
Karstadt sucht Interessenten für IT-Tochter

Der Karstadt-Quelle-Konzern plant, eine wesentliche Beteiligung an seiner IT-Tochter Itellium zu verkaufen. „Wir denken über ein Partnerschaftsmodell nach“, bestätigte gestern ein Konzernsprecher dem Handelsblatt. Womöglich wird das Thema morgen auch den Aufsichtsrat beschäftigen.

HANNOVER/DÜSSELDORF. Den Gesamtwert der IT-Tochter schätzen Analysten auf rund 300 Mill. Euro. Durch den Verkauf einer Beteiligung würde Karstadt-Quelle finanziell wieder etwas Luft bekommen. Das schleppende Warenhausgeschäft und hohe Verluste bei der Touristik-Beteiligung Thomas Cook machen den Essenern derzeit schwer zu schaffen.

Die von Peter Ohl geführte Itellium Systems & Services GmbH war 2000 aus den IT-Abteilungen der fusionierten Unternehmen Karstadt, Quelle und Neckermann hervorgegangen. Seither betreibt das Unternehmen Rechenzentren in Essen, Frankfurt und Nürnberg. 2001 wurde Itellium zudem von SAP als „Customer Competence Centrum“ zertifiziert. Als Schwerpunkt ihrer Tätigkeit nennt die 100-prozentige Karstadt-Quelle-Tochter denn auch die Verknüpfung von Unternehmensplanungs-Software (ERP) und E-Business-Lösungen.

Mit 1 729 Mitarbeitern – davon rund die Hälfte in Nürnberg – erzielte die Informationstechnologie- Tochter von Europas größtem Waren- und Versandhauskonzern im Geschäftsjahr 2002 einen Umsatz von 297 Mill. Euro.

Rund 5 % der Erlöse stammen bisher von externen Kunden. Einer von ihnen ist die Ruhrgas AG, für die Itellium ein SAP-System betreibt. Der Löwenanteil kommt dagegen aus dem Konzern selbst. Im vergangenen Jahr startete Itellium für Karstadt-Quelle die Einführung eines neuen Standard-Warenwirtschaftssystems auf Basis von SAP. Im Jahr 2006 sollen die Karstadt- Töchter Wehmeyer und Sinn-Leffers sowie die Karstadt-Warenhäuser komplett ihre Planungsprozesse mit diesem neuen System steuern.

Zudem stellen die Frankfurter derzeit rund 10 000 Kassen auf eine neue Software um, die vom britischen Anbieter PCMS geliefert wird. Die Programme samt Beratung will Itellium nach eigenen Angaben künftig auch an konzernfremde Handelsketten verkaufen.

Als mögliche Käufer der Intellium-Beteiligung nannten Insider IBM, HP, T-Systems und CSC.

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