Igedo
Bescheidenheit in der Modestadt Düsseldorf

Die Igedo konzentriert sich künftig bei ihrer Messe CPD auf Damenmode. Düsseldorf läutet eine neue Runde im Konkurrenzkampf mit der Bundeshauptstadt Berlin. Dort tritt im Juli die Bread & Butter erstmals im alten Flughafen Tempelhof an.

DÜSSELDORF. Düsseldorf will den Niedergang der einst weltgrößten Modemesse CPD mit einem neuen Konzept stoppen. „Wir konzentrieren uns künftig ganz auf die Damenmode“, sagte Philipp Kronen, Geschäftsführer des Veranstalters Igedo, dem Handelsblatt. „Damit bauen wir auf unsere alten Stärken, aber mit einem frischen Auftritt.“ Er verzichtet so auf etwa 110 Herrenmarken. Stattdessen will er mit italienischer Mode, Kleidung der gehobenen Preisklasse und Accessoires punkten.

Kronen, seit gut 100 Tagen Igedo-Chef, versucht nach dem Motto „Qualität statt Quantität“ die Messe auf ein neues Fundament zu stellen. Er will verhindern, dass Besucher- und Ausstellerzahlen weiter sinken. Zur letzten Schau kamen nur 1 450 Aussteller und Kollektionen. Ein Jahr zuvor waren es 1 750. Statt 25 500 lockte die Messe nur 24 000 Einkäufer.

Mit der renovierten CPD startet Kronen im Sommer (26. bis 28. Juli) eine neue Runde im Konkurrenzkampf mit Berlin und seinen jungen Veranstaltungen, der Bread & Butter für progressive Mode sowie der Mercedes-Benz Fashion Week und der Premium für anspruchsvollere Kleidung. Die Fashion Week zog in den vergangenen Jahren viele Besucher und Prominenz in die Bundeshauptstadt. Mancher Aussteller erklärte die Modemesse Düsseldorf schon für tot.

„Wir werden immer an unseren 60 000 bis 80 000 Besuchern in den 80er- und 90er-Jahren gemessen“, hält Kronen dagegen. Aber die Zahl der Bekleidungshersteller sei auf weniger als ein Viertel gesunken. Und viele Aussteller verließen die Messe, um eigene Showrooms zu gründen. Davon gibt es heute in und um Düsseldorf 1 300.

Kronen setzt auf die neue Kooperation mit dem italienischen Modeverband EMI, der Aussteller mitbringen werde. Und er will mehr hochwertige Mode zeigen. „Damit treten wir direkt gegen die Premium in Berlin an“, macht er klar. Die Konkurrenz in der Bundeshauptstadt nimmt dies gelassen. „Wir haben in Berlin eine andere, viel jüngere Zielgruppe“, sagt Karl-Heinz Müller, Chef der Bread & Butter, der die Messe vom 1. bis 3. Juli im stillgelegten Flughafen Tempelhof veranstaltet. Aber Berlin bündelt seine Kräfte: Die Premium findet nun erstmals parallel zur Bread & Butter statt. Auch am Rhein ziehen nun alle Beteiligten im Fashion Net Düsseldorf an einem Strang.

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