IHA
Hotellerie lässt Krise hinter sich

Im letzten Jahr ist die Zahl der Hotelübernachtungen in Deutschland wieder gestiegen. Nun blickt die Branche vorsichtig optimistisch in die Zukunft.
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Die deutschen Hoteliers blicken nach dem erfolgreichen Geschäftsjahr 2010 verhalten optimistisch nach vorne. Die Zahl der Übernachtungen dürfte im laufenden Jahr um zwei Prozent steigen, nach einem Plus von 5,6 Prozent im vergangenen Jahr, teilte der Dachverband IHA am Dienstag mit.

Die anfällige Hotellerie habe damit 2010 das konjunkturelle Tal erstmals im Gleichklang mit der Gesamtwirtschaft überwunden und nicht wie sonst üblich mit Verspätung, sagte IHA-Chef Fritz Dreesen.

Die Branche erlöste 2010 rund 17,2 Milliarden Euro und damit 7,1 Prozent mehr als im Rezessionsjahr 2009. Bereinigt um Preissteigerungen zog der Umsatz um 1,5 Prozent an. Für Hotels und Gastronomie zusammen peilt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband 2011 nominal 1,5 bis 2,0 Prozent mehr Umsatz an. Für den Löwenanteil des Zuwachses dürfte die Hotellerie sorgen.

Die schwarz-gelbe Koalition hatte der Hotel-Branche mit der Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent Anfang Januar 2010 kräftig unter die Arme gegriffen. Die Regierung musste dafür viel Kritik einstecken. Die Hotels selbst nutzten den finanziellen Spielraum nach eigenen Angaben, um zu investieren, neue Jobs zu schaffen und höhere Löhne zu zahlen. Die Hotelkunden mussten allerdings mehr für die Übernachtung bezahlen: Die durchschnittlichen Brutto-Zimmerpreise stiegen um 1,2 Prozent auf 96,30 Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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