Ikea Tschechien: Köttbullar mit Pferdefleisch gefunden

Ikea Tschechien
Köttbullar mit Pferdefleisch gefunden

Die Möbelkette Ikea nimmt in 13 Ländern tiefgefrorene Hackfleisch-Bällchen („Köttbullar“) aus dem Sortiment. In Laboranalysen wurde Pferdefleisch nachgewiesen. Laut Ikea ist Deutschland nicht betroffen.
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PragTschechische Lebensmittelinspektoren haben in Hackfleischbällchen für Ikea Pferdefleisch entdeckt. Die Bällchen seien in Schweden für die weltgrößte Möbelhauskette hergestellt worden, teilte die tschechische Lebensmittel-Aufsicht am Montag mit. Die Proben seien bei Ikea in der Stadt Brünn genommen worden. Die Lieferung, die mit dem Etikett „Rind- und Schweinefleischbällchen“ versehen gewesen sei, sei noch nicht in den Verkauf gelangt.

Ikea sprach von 13 betroffenen Staaten in Europa, zu denen Deutschland aber nicht gehört. Das Hackfleischgericht sei in diesen Ländern aus dem Angebot genommen worden. Später kündigte eine Sprecherin an, der Verkauf sei für einige Tage allgemein gestoppt worden, damit sich niemand Sorgen machen müsse. Ausgenommen seien Staaten, die einen anderen Lieferanten hätte.

Ikeas Fleischbällchen werden für diese Staaten von der Firma Familjen Dafgard hergestellt. Das schwedische Unternehmen erklärte auf seiner Website, die Lage werde geprüft. Die Ergebnisse weiterer Tests würden in den kommenden Tagen erwartet. Ikea zufolge werden Russland, Norwegen, die Schweiz und Polen von anderen Unternehmen beliefert. Ikea verkauft in Restaurants Fleischbällchen-Gerichte. Außerdem hat das Möbelhaus Hackbällchen unter dem Namen „Köttbullar“ auch gefroren im Angebot.

In Deutschland habe Ikea sowohl Köttbullar als auch Hot Dogs auf Pferdefleisch getestet, sagte ein Sprecher des Möbelhauses zu Handelsblatt Online. „Köttbullar und Ikea Hot Dogs enthalten in Deutschland kein Pferdefleisch“, so der Sprecher. Es seinen Proben genommen worden und sogar doppelt untersucht worden.

Die Erkenntnisse seien an das Lebensmittel-Schnellwarnsystem der EU weitergeleitet worden, teilte die tschechische Behörde mit. Die Kontrollen in Tschechien erfolgten nach der Ausweitung des Pferdefleischskandals, von dem verschiedene Produkte in zahlreichen europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, betroffen sind. Erstmals wurde im vergangenen Monat Pferdefleisch in Rindfleischprodukten in Irland entdeckt.

Im Kurznachrichtendienst Twitter rauschten die hämischen Kommentare im Sekundentakt durchs Netz. So kommentierte etwa der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler:

Ein Witz, der sicherlich heute noch mehrfach gemacht wird, wie ein Nutzer mit dem passenden Namen @rinderhack beweist. Nicht bloß in Deutschland sorgen sich die Internetnutzer und fragen sich, wie viel Pferd sie wohl in den letzten Jahren gegessen haben mögen. So schreibt die finnische Twitterin @Emmasalor:

Auch der (falsche) Prinz Charles mischte sich direkt in Diskussion. Er zweifelt jedoch eher an der Qualität der Möbel als am Essen bei Ikea:

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales
huGO-BildID: 30544442 Jonas Jansen Handelsblatt Online 4 / 2013 Quelle: Handelsblatt Online
Jonas Jansen
Handelsblatt / Freier Mitarbeiter

Kommentare zu " Ikea Tschechien: Köttbullar mit Pferdefleisch gefunden"

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  • Gutvik: eine prosperierende Ehebettenfabrikation.

    Irgendwie versteht man Namensgebungen vlt schon.

  • köttbullar=Pferdeäpfel?

  • ..wir reden hier auch nicht mehr über Billig !! 179,- Kronen sind mal 7,- Euro für ein Kilo Hackbällchen. Kann mir keiner erzählen das es eine unbewusste Gewinnmaximierung gab und gemessen am Einkommen in Tschechien, reden wir hier über Luxus-Fertigware !!! Wie ist denn der Stand bei IKEA-Deutschland ;-)

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