ILO
Kritik an Arbeitsbedingungen in Thailands Fischindustrie

Gewalt und Kinderarbeit sind in Thailands Fischindustrie nicht unüblich. Das ergab eine Befragung der ILO. Die massive Ausbeutung wird insbesondere durch die überwiegend illegale Anstellung der Arbeiter begünstigt.
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BangkokDie Internationale Arbeitsorganisation (ILO) übt massive Kritik an der thailändischen Fischindustrie. Es gebe „ernsthafte Vergehen“ wie Zwangsarbeit und Gewalt, erklärte die Organisation am Montag in Bangkok. Eine Befragung von fast 600 Beschäftigten habe ergeben, dass rund 17 Prozent der überwiegend illegal angestellten Fischer aus Birma und Kambodscha unter Androhung von Gewalt, finanziellen Einbußen und Denunziation arbeiten müssten. Die breite Mehrheit der Arbeiter habe einen „irregulären Status“ und könne daher leichter ausgebeutet werden, sagte Max Tunon von der ILO.

Rund zehn Prozent der Beschäftigten würden während der Arbeit geschlagen, mehr als ein Viertel von ihnen habe angegeben, zwischen 17 und 24 Stunden arbeiten oder in Rufbereitschaft sein zu müssen. Unter den Befragten seien sieben Kinder unter 15 Jahren und 26 Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren gewesen.

Thailand ist der drittgrößte Fischexporteur der Welt. Die Fischindustrie, darunter auch die lukrativen Fisch- und Shrimps-Farmen und der Verpackungssektor, machen 1,2 Prozent der thailändischen Wirtschaft aus.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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