Im Juli bessere Auslastung
Swiss verliert in Europa Marktanteile

Nur durchwachsene Auslastungs-Zahlen hat die defizitäre Fluggesellschaft Swiss hat im wichtigen Reisemonat Juli vorgelegt.

HB ZÜRICH. Zwar stieg der Sitzladefaktor dank einer Verbesserung bei den Interkontinentalflügen insgesamt auf 78,5 % verglichen mit 77,1 % im Juli 2003, wie das Schweizer Unternehmen am Dienstag mitteilte. Auf den Europastrecken sei der Sitzladefaktor dagegen um 1,7 %punkte auf 65,9 % gesunken.

Die Entwicklung in Europa sei Besorgnis erregend, hiess es bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Der Rückgang erfolge trotz des im vergangenen Herbst eingeführten Tiefpreismodells und der deutlichen Kapazitätsreduktionen. Deutliche Verschlechterungen habe Swiss im Verkehr mit Deutschland, Österreich und Frankreich hinnehmen müssen. Dies deute auf Marktanteilsverluste hin, die über den Kapazitätsabbau hinaus gingen.

Swiss machte für den Rückgang in Europa die saisonale Zunahme der Lokalpassagiere auf den Interkontinentalflügen verantwortlich. Die oft ausgebuchten Maschinen könnten weniger Umsteigepassagiere aus Europa aufnehmen. Damit sinke die Auslastung auf den Europaflügen. Zudem würden die Flüge in den Balkan, die im Sommer 2003 hohe Auslastungszahlen erreichten, nicht mehr durchgeführt.

Auf den Interkontinentalstrecken sei der Sitzladefaktor auf 84,2 % von 81,0 % im Vorjahr gestiegen. Mit einem Plus von 5,9 %punkten auf 85 % sei die Auslastung der Fernost-Flüge am stärksten gestiegen.

Die Verbesserung beim Interkontinentalgeschäft sehe gut aus, so die ZKB. Relativierend wirke aber, dass die erzielten Preise nicht bekannt seien.

An der gut gehaltenen Börse sanken die die Swiss-Aktien im Morgenhandel um 5,5 % auf 7,56 sfr. Nur ein geringer Teil der Swiss-Aktien liegt beim Publikum. Hauptaktionäre sind seit dem Zusammenbruch der Swiss-Vorläufergesellschaft Swissair die Schweizer Regierung, die Grossbanken und einige Schweizer Firmen. In der Schweiz geht die Diskussion hin und her, ob Swiss angesichts des relativ kleinen Heimmarktes überhaupt überlebensfähig ist.

Das Angebot der Swiss habe im Juli um 18,7 % unter dem Vorjahr gelegen. Die verkauften Sitzkilometer seien nur um 17,2 % gesunken. Damit sei die Auslastung gestiegen. Auch gegenüber dem Vormonat resultierte ein Anstieg: Im Juni hatte die Auslastung 76,5 % betragen. Swiss beförderte im Juli 0,816 (Vorjahr 0,977) Mill. Passagiere.

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