Im weihnachtsgeschäft
Verdi weitet Streiks bei Amazon aus

Mitten im Weihnachtsgeschäft ruft die Gewerkschaft Verdi erneut zu Streiks beim Versandhändler Amazon auf. Die Beschäftigten in Leipzig, Bad Hersfeld sowie erstmals auch im bayrischen Graben treten in den Ausstand.
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BerlinIm Tarifstreit beim Versandhändler Amazon verschärft die Gewerkschaft Verdi inmitten der umsatzstarken Vorweihnachtszeit ihre Gangart. Die Arbeitnehmervertretung rief am Montag nicht nur die Beschäftigten in den Versandzentren in Bad Hersfeld und Leipzig zum Streik auf. Erstmals sollen auch die Mitarbeiter am Amazon-Standort Graben protestieren.

Nach Verdi-Angaben werden zudem mehrere amerikanische Gewerkschaften am Montag vor der Amazon-Firmenzentrale in Seattle eine Solidaritätsaktion veranstalten, an dem auch eine Streik-Delegation aus Deutschlan teilnehmen wird. Darüber hinaus soll am Dienstag eine Protestaktion am Amazon-Standort in Werne stattfinden.

„Das System Amazon ist geprägt von niedrigen Löhnen, permanentem Leistungsdruck und befristeten Arbeitsverhältnissen“, erklärte Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Umso wichtiger sei es, dass die Beschäftigten sich gegen diese Methoden zur Wehr setzten.

Die Gewerkschaft fordert von dem weltgrößten Internet-Versandhändler höhere Löhne und tarifliche Regelungen, wie sie im Einzel- und Versandhandel üblich sind. Der US-Konzern nimmt aber die Logistikbranche als Maßstab, in der niedrigere Löhne gezahlt werden. Nach Worten eines Amazon-Sprechers liegen die Mitarbeiter der deutschen Amazon-Logistikzentren mit ihren Einkommen am oberen Ende dessen, was in der Logistikindustrie üblich ist.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Im weihnachtsgeschäft: Verdi weitet Streiks bei Amazon aus"

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  • Das ist nicht erst in der letzten Zeit so

  • Amazon geht bald nach Polen, aber die unqualifizierten Arbeitskräfte die früher bei Amazon arbeiteten bleiben hier und belasten unser Sozialsystem.

    So einfach ist das.

  • Kurze Bemerkung für die Redaktion: In letzter Zeit sind immer mehr Tippfehler in den Artikeln auf der Internetseite. Bei diesem fehlt ein "d" bei "Deutschland" im zweiten Absatz. Ich lese die Artikel im Handelsblatt sehr gerne und bin ein Fan der Seite, deshalb finde ich es schade, dass durch solche Fehler die Päsentation der Seite leidet.

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