Immobilien-Paket mit etwa 357 Objekten in ganz Europa
Metro hat angeblich Alternative zu Immobilien-Verkauf

Der geplante Immobilienverkauf des Metro-Konzerns könnte platzen. Ein Interessent sei abgesprungen, die Verhandlungen mit einem weiteren Konsortium drohen zu scheitern, hieß es in Zeitungsberichten am Wochenende.

HB DÜSSELDORF. Bei einem Scheitern der Verkaufsgespräche für sein milliardenschweres Immobilienpaket könnte der Metro-Konzern dieses nach Einschätzung von Analysten wieder in seine Bilanz zurückzunehmen. Der Konzern hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, es gebe auch Alternativen zu einem Verkauf.

„Die Metro muss die Immobilien möglicherweise wieder in ihre Bilanz integrieren, wenn die Verkaufsgespräche scheitern“, hieß es am Montag in Analystenkreisen. Dadurch würde zwar kein größerer bilanzieller Schaden entstehen, doch habe die Metro in der Vergangenheit immer wieder betont, dass sie an einem Verkauf interessiert sei. Ein Metro-Sprecher wollte dies nicht kommentieren.

Der Metro-Konzern hatte in der Vergangenheit indes immer wieder betont, es gebe auch Alternativen zu einem Verkauf. Metro-Chef Hans-Joachim Körber hatte Ende Juli mit Blick auf die Immobilien gesagt, es bahne sich eine Entscheidung an. Metro sei „auf der Zielgeraden“. „Wir sind aber nicht alternativlos“, hatte er zugleich betont.

Verkaufsgespräche laufen weiter

Nach dem Ausstieg der Corpus-Immobiliengruppe aus einem Bieterkonsortium für die Metro-Immobilien hatten sich die Spekulationen gemehrt, dass ein Verkauf scheitern könnte. Derzeit verhandelt der Konzern nach Angaben eines Sprechers weiter mit einem Konsortium um die US-Beteiligungsgesellschaft Blackstone, das von der Hamburger Immobiliengruppe Agiv Real Estate beraten wird. Auch in Kreisen des Konsortiums hieß es, die Gespräche dauerten an.

Corpus hatte Ende August mitgeteilt, das damalige zweite Bieterkonsortium um Morgan Stanley, Goldman Sachs und GE Capital verlassen zu haben. Dennoch stehe Corpus weiter als Berater zur Verfügung.

Das Immobilien-Paket mit etwa 357 Objekten in ganz Europa dürfte Schätzungen zufolge einen Wert von etwa drei Milliarden Euro haben. Metro hatte die Immobilien in die Vermarktungsgesellschaft AIB eingebracht. Im Geschäftsjahr 1999 waren sie aus der Bilanz des Handelsriesen genommen worden. Metro ist mit 49 Prozent an der AIB beteiligt. Die übrigen 51 Prozent werden von der WestLB und der Provinzial gehalten.

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