Immobilien werden ausgliedert und privatisiert: Mövenpick konzentriert sich auf Hotel- und Gastronomiebetrieb

Immobilien werden ausgliedert und privatisiert
Mövenpick konzentriert sich auf Hotel- und Gastronomiebetrieb

Die Schweizer Gastronomiegruppe Mövenpick spaltet ihr Immobiliengeschäft ab. Für den Immobilienbestand soll eine eigene Aktiengesellschaft gegründet werden, die in einem zweiten Schritt privatisiert wird. Die jetzige Mövenpick würde damit auf die Hotel- und Gastronomiebetrieb sowie auf das Nahrungsmittel- und Weingeschäft reduziert. Die Aktie schnellte um zwischenzeitlich mehr als 16 % nach oben.

HB ZÜRICH. Der Verkehrswert der neuen Gesellschaft, die neben Immobilien andere nicht betriebsnotwendige Vermögenswerte umfassen soll, betrage nach ersten, noch nicht definitiven Schätzungen 350 bis 450 Mill. Franken, teilte Mövenpick am Mittwoch weiter mit.

In der Bilanz 2002 bewertete Mövenpick seine Gebäude und Grundstücke mit 145 Mill. Franken. Der Börsenwert von Mövenpick betrug am Dienstag auf der Basis eines Kurses von 650 Franken rund 530 Mill. Franken.

Die Aktien der neuen Gesellschaft sollen, wie das Unternehmen am Mittwoch weiter mitteilte, zunächst als Sachdividende an die Mövenpick-Aktionäre ausgeschüttet werden. Die Aktionäre sollen für jede Mövenpick-Aktie eine Aktie der neuen Gesellschaft erhalten.

Im Laufe des Jahres wollen die Mövenpick-Hauptaktionäre Francois von Finck und Carlton Holding den anderen Aktionären dann ein Übernahmeangebot für die Anteile an der den Gesellschaft machen.

Durch die Abspaltung dürften die jeweiligen Bereiche an Wert gewinnen, so der Analyst Rolf Kunz von der Zürcher Kantonalbank: „Sum-of-the-parts dürfte dadurch einen höheren Wert ergeben.“ Vontobel-Analyst Rene Weber sieht durch den geplanten „Teil-Going-Private“ Raum für Fantasien entstehen. Dabei sei der operative Teil weiterhin einem schwierigem Umfeld ausgesetzt.

Die Aktie notierte bis gegen elf Uhr 16 % höher auf 755 Franken. Im ersten Halbjahr 2003 hatte Mövenpick erneut niedrigere Umsätze verzeichnet, bereinigt schrumpften diese um sechs Prozent auf 353,7 Mill. Franken. Nur durch den Verkauf der Eiscreme-Sparte konnte die Gruppe einen Konzergewinn von 155,7 Mill. Franken verbuchen. Die Schliessung weiterer Restaurants ist geplant.

Die Abspaltung des Immobilienbestands soll den Aktionären bei der ordentlichen Generalversammlung am 15. April 2004 zur Abstimmung vorgelegt werden.

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