Immobilienfirma
Prime Office zahlt nach Gewinnplus Dividende

Mit Mühe und Not ist dem Immobilienkonzern Prime Office im Sommer der Börsengang gelungen. 4,3 Millionen Sonderkosten fielen dafür an. Doch der Aufwand hat sich offenbar gelohnt: Der Marktwert des Portfolios legte zu.
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MünchenDer seit Sommer börsennotierte Immobilienkonzern Prime Office hat seinen Gewinn gesteigert und zahlt seinen Anlegern eine Dividende. Der Nettogewinn lag 2011 bei 17,6 Millionen Euro nach einem Verlust von 10,3 Millionen im Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Die Aktionäre profitieren von einer Ausschüttung in Höhe von 0,23 Euro je Anteilsschein.

Das 2007 gegründete Unternehmen hatte es im Sommer mit Mühe und Zugeständnissen an die Börse geschafft. Prime Office ist ein sogenannter REIT - eine hierzulande noch wenig verbreitete Anlageklasse von börsennotierten und steuerbegünstigten Immobilienfonds. Im Portfolio sind 14 Büroobjekte in Deutschland. Diese haben einen Marktwert von knapp einer Milliarde Euro. Prime Office versucht die Immobilien langfristig zu vermieten und muss als REIT den Löwenanteil seines Profits als Dividende ausschütten.

2011 stiegen die Erlöse aus der Vermietung und Verpachtung nur minimal auf 75,3 Millionen Euro. Durch die Sonderkosten für den Börsengang in Höhe von 4,3 Millionen Euro fiel das operative Ergebnis (FFO) um 17 Prozent auf 21,8 Millionen Euro. Dafür profitierte das Unternehmen davon, dass der Marktwert des Portfolios um 1,8 Millionen auf 971,6 Millionen Euro anzog. Die Nettoverschuldung reduzierte sich um 27 Prozent auf 561,5 Millionen Euro - ein wichtiges Ziel des Börsengangs.

Für das laufende Jahr rechnet der Vorstand mit einer stabilen Entwicklung des Büroimmobilienmarktes in Deutschland. Der Umsatz dürfte bei 72 bis 74 Millionen Euro liegen. Für Dividenden werden neun bis zwölf Millionen Euro eingeplant.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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