Immobiliengesellschaft
Annington lässt sich mit Börsengang Zeit

Die bundesweit größte Immobiliengesellschaft Deutsche Annington plant Investitionen in Milliardenhöhe. Das Unternehmen könne in den nächsten drei bis fünf Jahren jeweils mindestens Milliarden Euro investieren, sagte Annington-Chef Wijnand Donkers am Montagabend. Den Börsengang will das Unternehmen dennoch nicht übereilen.

HB DÜSSELDORF. Der Wohnimmobilieninvestor Deutsche Annington hält sich die Tür zum Kapitalmarkt weiter offen. „Ein Börsengang ist eine sehr attraktive Option für ein Unternehmen wie die Deutsche Annington“, sagte Firmenchef Wijnand Donkers am Montagabend vor Journalisten in Düsseldorf. Die Kassen des Unternehmens, das bundesweit rund 220 000 Wohnungen vermietet und verwaltet, seien jedoch gut gefüllt.

Daher gebe es keinen Druck, möglichst bald an die Börse zu gehen. „Wir sind nicht abhängig von einem Börsengang“, sagte Donkers. In den nächsten drei bis fünf Jahren habe die Deutsche Annington jährlich rund 1,5 Milliarden Euro für Investitionen zur Verfügung. Einen Teil der Mittel könne auch der Finanzinvestor Terra Firma als Eigentümer der Gruppe bereitstellen. Das Ziel, mittelfristig 500 000 Wohnungen im Bestand zu haben, rücke damit in greifbare Nähe.

Ein kleiner Schritt in diese Richtung ist die Übernahme von 3 400 Wohnungen vom niederländischen Finanzinvestor Nawon. Die Wohnungen befinden sich überwiegend in Nordrhein-Westfalen und stammen aus den 60er- und 70er-Jahren. Interessiert ist Deutsche Annington laut Donkers auch an der nordrhein-westfälischen Landesentwicklungsgesellschaft (LEG). Das Land will die hoch verschuldete LEG mit ihren rund 100 000 Wohnungen verkaufen.

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