Immobilienkonzern
Deutsche Euroshop wächst wie geplant

Noch ein Belege dafür, dass es dem deutschen Einzelhandel gar nicht so schlecht geht: Die Deutsche Euroshop hat Umsatz und Gewinn dank neuer Einkaufszentren im dritten Quartal gesteigert.
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HB HAMBURG. Der auf Einkaufszentren spezialisierte Immobilieninvestor Deutsche Euroshop ist bislang von der Wirtschaftskrise verschont geblieben. Umsatz und Ergebnis wuchsen in den ersten neun Monaten zweistellig und in den Shoppingcentern, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, brummt offenbar nach wie vor das Geschäft. „Wir haben bisher keine Indikation für eine spürbare Eintrübung des Konsumverhaltens oder des Einzelhandels in unseren Shoppingcentern“, sagte Vorstandssprecher Claus-Matthias Böge am Donnerstag in Hamburg. „Unsere Mietaußenstände sowie die Abschreibungen auf Mietforderungen sind unverändert niedrig. Der Vermietungsstand ist mit nahezu 100 Prozent gleichbleibend hoch.“ An der Börse gab die im Mdax notierte Aktie legte leicht zu.

Von Januar bis September konnte Deutsche Euroshop den Umsatz um zwölf Prozent auf 94,4 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich um 15 Prozent auf 80,9 Mio. Euro. Die Kennziffer Funds from Operations (FFO), bei der die Zahlungsmittelzuflüsse um Beteiligungsverkäufe bereinigt werden und die als Indiz für die operative Stärke einer Immobiliengesellschaft herangezogen wird, stieg um acht Prozent auf 1,11 Euro je Aktie. Der Überschuss verbesserte sich um 23 Prozent auf 38,5 Mio. Euro. Deutsche Euroshop konnte vor allem von den neu eröffneten Shoppingcenter in Hameln und Passau profitieren. Auch die Vollkonsolidierung des Zentrums in Kassel machte sich positiv bemerkbar.

Die Zahlen lagen im Rahmen der Analysten-Erwartungen. Dies wiederum zeige, dass das Geschäftsmodell stabil und die Geschäftsentwicklung vorhersehbar sei, schreibt das Analysehaus Equinet in einer ersten Einschätzung. Die Experten stuften die Aktie dennoch von Buy“ auf „Accumulate“ ab. Auf dem gegenwärtigen Niveau biete das Papier nicht genügend Aufwärtspotenzial, um das bisherige Votum beizubehalten, hieß es zur Erklärung.

Finanziell sieht sich Euroshop gut aufgestellt und guckt sich weiter nach geeigneten Objekten um. Derzeit ist das Unternehmen an 16 Einkaufszentren in Deutschland, Österreich, Polen und Ungarn beteiligt. Für das Gesamtjahr bestätigte die Gesellschaft ihre Ziele. Der Umsatz soll sich 2009 auf 125 bis 128 Mio. Euro erhöhen. Operativ will Deutsche Euroshop 105 bis 108 Mio. Euro verdienen. Der Gewinn vor Steuern (EBT) ohne Bewertungsergebnis dürfte im laufenden Jahr bei 50 bis 52 (2008: 49,9) Mio. Euro liegen und die FFO bei 1,38 bis 1,43 Euro je Aktie.

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