Immobilienkonzern
IVG will Windpark bauen

Der Immobilienkonzern IVG bastelt am Einstieg in den Windenergie-Markt. Das Unternehmen plant mit einem Partner den Bau eines Windparks. IVG will weg vom reinen Büroimmobiliengeschäft.
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Bonn / Hamburg Der Immobilienkonzern IVG will künftig auch in Windenergie investieren. „Wir werden uns vom reinen Büroimmobiliengeschäft wegbewegen“, sagte der seit Ende vergangenen Jahres amtierende Vorstandschef Wolfgang Schäfers der „Financial Times Deutschland“. Derzeit plane das Unternehmen zusammen mit einem strategischen Partner auf einem Grundstück der IVG einen Windpark zu errichten.

Das Projekt solle ein hohes zweistelliges bis niedriges dreistelliges Millionen-Euro-Volumen erreichen. Die IVG könnte sich mit 50 Prozent beteiligen. Nach Abschluss von Genehmigungsverfahren soll es 2014 losgehen. Noch offen sei, ob der geplante Windpark auch in einen Fonds eingebracht wird, sagte Schäfers.

Das Bonner Unternehmen war in der Finanzkrise durch überwiegend fremdfinanzierte Büroimmobilienkäufe und Projektentwicklungen nur knapp an der Pleite vorbeigeschrammt. Mehr stetige Erträge, wie sie IVG aus dem Immobilienfondsgeschäft und mit unterirdischen Öl- und Gasspeichern (Kavernen) erzielt, kann der SDax-Konzern gut gebrauchen.

„Wir sind gerade dabei, von der Intensivstation auf die Normalstation zu wechseln“, sagte Schäfers. Seine defizitäre Firma konnte bislang nicht einmal die Darlehenszinsen aus den operativen Einnahmen bestreiten, weil sie so verschuldet ist. Immobilien, die auf der eigenen Bilanz lasten, werden deshalb weiterverkauft, die Projektentwicklungen zurückgefahren. Sparen muss Schäfers auch: 50 bis 60 von 590 Stellen sollen bei Fluktuation nicht wieder besetzt werden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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