Immobilienmanager : Brüder Kwok weisen Korruptionsvorwürfe zurück

Immobilienmanager
Brüder Kwok weisen Korruptionsvorwürfe zurück

Die beiden milliardenschweren Immobilienmanager aus Hongkong, die Brüder Kwok, haben Bestechungsvorwürfe zurückgewiesen. Sie wurden vergangene Woche wegen Korruptionsverdachts festgesetzt.
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Hongkong Raymond und Thomas Kwok absolvierten am Dienstag ihren ersten öffentlichen Auftritt nach ihrer Festnahme vergangenen Donnerstag und beteuerten in Hongkong vor der Presse ihre Unschuld. Die Kwok-Brüder, deren Vermögen das Magazin „Forbes“ auf 18,3 Milliarden Dollar schätzt, sitzen gemeinsam dem Direktorium des großen Immobilienentwicklers aus Hongkong vor, der Sun Hung Kai Properties. Zu den bekanntesten Immobilien der Firma zählt das Internationale Handelszentrum, in dem das Ritz Carlton sowie Morgan Stanley untergebracht sind. Das Familienkonglomerat ist neben Immobilien auch in den Bereichen Entsorgung, Telefon sowie Busverkehr aktiv.

Die beiden Brüder wurden vergangene Woche wegen Korruptionsverdachts von der zuständigen Behörde festgesetzt, dann aber auf Kaution wieder frei gelassen. Angeklagt wurden sie nicht. Die eingeleitete Untersuchung ist jedoch die größte seit Einrichtung der Anti-Korruptionsbehörde im Jahr 1974. Erst vor kurzem wurde der China freundliche Leung Chun Ying als nächster Regierungschef für die frühere britische Kronkolonie Hongkong bestimmt. Er hat versprochen, sich gegen ein weiteres Ansteigen der Immobilienpreise einzusetzen. Die Menschen in Hongkong sind zunehmen verärgert über die augenscheinlich engen Beziehungen zwischen der lokalen Regierung und dem „Big Business“. Einige Beobachter haben die Festnahmen deswegen als ersten Schritt zur Änderung der Machtverhältnisse verstanden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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