Immobilienpaket wird nicht verkauft
Metro trotzt der Hitzewelle

Deutschlands führender Handelskonzern Metro ist trotz Sommerflaute in der Branche auf Wachstumskurs geblieben.

HB DÜSSELDORF. Dank anhaltend guter Geschäfte in seinen Großhandelsmärkten, weiterem Wachstum in den Elektronikmärkten und schwarzen Zahlen im Baumarktbereich hat der Handelsriese Metro im dritten Quartal seinen Umsatz erwartungsgemäß gesteigert und im operativen Geschäft überraschend deutlich zugelegt. Der weltweit fünftgrößte Handelskonzern sieht sich nun auf bestem Wege, seine selbst gesteckten Jahresziele zu erreichen. Außerdem wird Metro sein Mrd.schweres Immobilienpaket nun doch nicht verkaufen.

„Der Geschäftsverlauf in den ersten neun Monaten und im dritten Quartal zeigt deutlich, dass unsere Strategie des nachhaltigen profitablen Wachstums aufgeht“, erklärte Vorstandschef Hans-Joachim Körber am Freitag in einer Mitteilung. Der Umsatz sei im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,6 Prozent auf 12,804 Mrd. Euro gestiegen. Der operative Gewinn (Ebit) habe um 12,4 Prozent auf 211 Mill. Euro zugelegt. Analysten hatten im Schnitt ein Umsatzplus von rund 3,7 Prozent und ein Plus beim operativen Gewinn von 5,85 Prozent erwartet.

Metro bekräftigte seine Ziele vom Juli, im Gesamtjahr ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 5,5 Prozent zu erzielen und beim Ergebniswachstum je Aktie (EPS) am oberen Ende des prognostizierten Zuwachses von sechs bis zehn Prozent anzukommen.

Beim größten Umsatz- und Ertragsbringer der Gruppe, den Cash&Carry-Großhandelsmärkten, legte der Umsatz im dritten Quartal um 5,1 Prozent zu. Allerdings ging er flächenbereinigt wegen der zuletzt starken Expansion vor allem im Ausland um 0,5 Prozent zurück. Der operative Gewinn (Ebit) in diesem Bereich erhöhte sich deutlich um 15,9 Prozent auf 122,3 Mill. Euro.

Die Elektronikmärkte MediaMarkt/Saturn verbuchten ein Umsatzplus von 9,6 Prozent, flächenbereinigt von 0,6 Prozent. Der operative Ertrag kletterte massiv um 29,1 Prozent auf 54,8 Mill. Euro. In der zuletzt defizitären Baumarktsparte Praktiker gelang im operativen Geschäft die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Das Ebit lag bei 1,8 Mill. Euro nach einem Verlust von 6,9 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum.

Erhebliche Ertragseinbrüche verbuchte allerdings die Warenhaussparte Kaufhof. Das Ebit rutschte um 82,2 Prozent auf nur noch 3,9 Mill. Euro. Der Umsatz verringerte sich um 4,6 Prozent auf 869,5 Mill. Euro.

Metro bestätigte auch einen Handelsblatt-Bericht vom Vortag, wonach die Immobilientochter AIB nun doch nicht verkauft, sondern zum Jahresende in die Konzernbilanz reintegriert werden solle. Zudem strebe der Handelskonzern die Mehrheit an der AIB an und stehe deshalb in Verhandlungen mit der WestLB. Metro hält derzeit noch 49 Prozent an der AIB, der große Rest liegt bei der WestLB, ein kleiner Anteil bei der Provinzial. „Die Metro Group wird mit der WestLB Verhandlungen über den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung aufnehmen mit dem Ziel, die AIB zum 31. 12. 2003 zu konsolidieren.“ Auswirkungen auf den Gewinn je Aktie (EPS) im laufenden Jahr habe dies nicht.

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