In Bangladesch
Auch Puma will Arbeitsbedingungen verbessern

1000 Menschen starben bei einem Fabrikeinsturz in Bangladesch. Nun wollen mehrere Bekleidungsfirmen die Arbeitsbedingungen im dem Land verbessern, um solche Katastrophen zu vermeiden – nun auch Puma.
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MünchenNach den weltgrößten Bekleidungskonzernen H&M und Inditex (Zara) will sich auch der Sportartikelhersteller Puma für bessere Arbeitsbedingungen in Bangladesch stark machen. Das Unternehmen aus dem fränkischen Herzogenaurach kündigte am Mittwoch an, es unterzeichne eine internationale Vereinbarung über Brandschutz und Gebäudesicherheit, die nach dem Tod von weit über 1000 Menschen beim Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch Ende April getroffen worden war. Puma ließ in diesem Werk nach eigenen Angaben nicht produzieren.

Mit der Unterzeichnung des Abkommens will der Sportartikelhersteller seine sechs Zulieferfabriken in Bangladesch "zur Einhaltung der höchsten Sozialstandards und Arbeitsbedingungen" verpflichten und "Sicherheit und Gesundheit der Arbeitskräfte" gewährleisten. Die Lieferanten müssten künftig unabhängige Überprüfungen zulassen, deren Ergebnisse anschließend veröffentlicht werden sollen.

Die Internationale Arbeitsorganisation, Gewerkschaften wie IndustriAll und anderen hatten das auf fünf Jahre angelegte Abkommen ausgehandelt. Unterstützt wird es unter anderem von der deutschen Modekette C&A und vom Konsumgüterhersteller Tchibo. Ziel ist, eine Serie von Unglücken in der Textilindustrie in Bangladesch zu beenden. Die großen Bekleidungshersteller gerieten dadurch in Verruf, die Bewohner des südasiatischen Landes als billige Arbeitskräfte zu missbrauchen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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