In den USA
Siemens schnappt Caterpillar Lok-Auftrag weg

General Electric und Caterpillar heißen die großen Lokhersteller in den USA. Doch der Siemens-Konzern konnte zuletzt Aufträge auf dem US-Markt gewinnen. Nun kündigt C aterpillar Beschwerde gegen diese Entscheidung an.
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DüsseldorfSiemens hat in den USA seinen Rivalen auf der Schiene ein Schnippchen geschlagen. Der deutsche Konzern hat von den fünf US-Bundesstaaten Illinois, Kalifornien, Michigan, Missouri und Washington den Auftrag zum Bau von 32 Dieselloks für Personenzüge im Wert von umgerechnet 165 Millionen Euro bekommen. Damit verbunden ist eine Option über weitere 225 Lokomotiven für den Regional- und Fernverkehr. Die Loks sollen vom Herbst 2016 an ausgeliefert werden.

„Für Siemens bedeutet dieser Auftrag den Einstieg in den US-Markt für dieselelektrische Lokomotiven“, erklärte Siemens' Bahntechnik-Chef Jochen Eickholt am Dienstag. Bei derartigen Loks erzeugt ein Dieselmotor den Strom für den elektrischen Antrieb. Hintergrund ist, dass in den USA weite Teile des Schienennetzes nicht elektrifiziert sind, insbesondere im Güterverkehr. In diesem Loksegment sind der Siemens-Erzrivale General Electric und der Baumschienen-Primus Caterpillar stark.

Bereits Ende 2013 hatte das Illinois Department of Transportation (IDOT), das im Auftrag der übrigen Bundesstaaten die Bestellung koordiniert, seine Absicht bekanntgegeben, den Auftrag mit Siemens weiter voranzutreiben. Schon dagegen hatte Caterpillar Beschwerde eingelegt, die allerdings abgelehnt wurde. Nun will der US-Konzern in die nächste Instanz gehen. Der Baumaschinen- und Motorenhersteller argumentiert, IDOT habe die abgegebenen Angebote unfair ausgewertet und die Auswahlkriterien aufgeweicht. „Wir haben einen unterschriebenen Auftrag“, kommentierte dies ein Siemens-Sprecher.

Der deutsche Konzern hatte schon zuvor mit seiner Bahntechnik in den USA punkten können: Im Februar waren die ersten von 70 Elektroloks für den Personenfernverkehr bei Amtrak in Betrieb gegangen. Bei Stadtbahnen ist Siemens nach eigenen Angaben Marktführer. Der Konzern unterhält ein Werk für Bahntechnik im kalifornischen Sacramento. In Deutschland dagegen machte Siemens Negativschlagzeilen mit der verspäteten Lieferung von ICE-Zügen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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