In Frankreich
Streik der Air-France-Piloten noch verschärft

In Paris streiken seit Montag die Piloten von Air France – und auch am zweiten Tag verschärft sich die Situation: Denn 60 Prozent der Flüge wurden gestrichen. Trotzdem blieb die Lage an den Pariser Flughäfen eher ruhig.
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ParisDer Pilotenstreik bei der französischen Fluggesellschaft Air France hat sich am zweiten Tag noch verschärft. Nachdem am Montag jeder zweite Flug ausgefallen war, wurden für Dienstag nach Konzernangaben 60 Prozent der Flüge gestrichen. An den Pariser Flughäfen Charles de Gaulle und Orly blieb die Lage aber ruhig. „Alle von dem Streik betroffenen Passagiere wurden im Voraus per SMS informiert“, sagte ein Flughafenvertreter. „Deswegen gibt es in den Flughäfen keine oder nur sehr wenige Passagiere in Schwierigkeiten.“

Air-France-Chef Frédéric Gagey machte den Piloten, die mit ihrem Streik gegen den geplanten Ausbau der Air-France-Billigtochter Transavia mobil machen, erste Zugeständnisse. „Wir haben Vorschläge gemacht“, sagte Gagey im Sender Europe 1. „Wir haben die Sorgen der Piloten gespürt, die sich vorstellen, dass Transavia France in Frankreich plötzlich Air France ersetzen könnte.“ Dies sei aber nicht geplant. Als Zugeständnis soll die Flotte von Transavia France in den kommenden Jahren nicht wie bisher geplant von 14 auf 37 Maschinen vergrößert werden, sondern nur auf 30 Flugzeuge.

Die Pilotengewerkschaft SNPL hat zu einem Streik bis kommenden Montag aufgerufen. Der Chef der in Frankreich regierenden Sozialisten, Jean-Christophe Cambadélis, forderte am Dienstag ein Ende des Streiks. „Dieser Streik ist unangebracht wenn man die Situation des Air-France-Personals kennt“, sagte Cambadélis den Sendern BFMTV und RMC.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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