"Inakzeptable Mogelpackung"
Verdi hält an Poststreiks fest

Die Warnstreiks bei der Post sind am Dienstag fortgesetzt worden. Bereits am frühen Morgen legten in Bayern und Hessen Beschäftigte der Postfachverteilungen die Arbeit nieder. Auch in Norddeutschland haben die Firmen-Kunden der Deutschen Post vor leeren Postfächern gestanden.

HB FRANKFURT/MAIN. Insgesamt rund 240.000 Sendungen blieben liegen. In Baden-Württemberg, Niedersachsen und Bremen wollten sich Verdi-Mitglieder am Dienstag ebenfalls an den Aktionen beteiligen.

Beginnend mit der Frühschicht ab 5.30 Uhr legten in Bayern rund 50 Mitarbeiter der Postfachanlagen Kempten, München, Nürnberg, Rosenheim, Passau, Regen und Würzburg die Arbeit nieder, wie Verdi mitteilte. Damit würden insbesondere Geschäfts- und Großkunden ihre Post am Dienstag entweder gar nicht oder sehr verspätet erhalten. Rund 150.000 Sendungen sollen davon betroffen sein.

In den hessischen Städten Frankfurt am Main, Darmstadt, Gießen und Fulda bestreikten 27 Mitarbeiter der um fünf Uhr beginnenden Frühschicht die Postfachverteilung, wie die stellvertretende Landesfachbereichsleitern von Verdi, Vera Witte, sagte. Insgesamt sollten 89.000 Briefe für die Postfachinhaber liegenbleiben. Betroffen werde vor allem der Geschäftskundenbereich, erklärte Witte.

Zum Angebot der Arbeitgeber sagte Witte: "Eine Mogelpackung und Bedingungen, die wie für Verhandlungen um einen Sanierungstarifvertrag klingen, sind nicht akzeptabel." Ihr bayerischer Verdi-Kollege Anton Hirtreiter erklärte: "Viele Schreiben von Postbeschäftigten an uns machen klar: Die Postbeschäftigten schenken dem Schwadronieren des Postvorstands keinen Glauben mehr." Er fügte hinzu: "Wer den Abbau von 12.500 Arbeitsplätzen, eine bereinigte Lohnerhöhung pro Jahr von zwei Prozent und eine Arbeitszeitverlängerung von bis zu drei Stunden als gutes Angebot bezeichnet, hat jeden Sinn für die betriebliche Praxis verloren."

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