Inditex
Auch Zara entdeckt jetzt das Internet

Zara steigt in den Internet-Handel ein. Der spanische Mutterkonzern Inditex eröffnet für seine Vorzeigemarke einen Online-Shop. Die anderen Marken sollen Folgen. Über die Hintergründe einer neuen Strategie.

MADRID. Der spanische Textileinzelhändler Inditex steigt im Herbst mit seiner Hauptmarke Zara in den Online-Handel ein. Die Gruppe verkauft seit kurzem schon ihre Schöner-Wohnen-Produkte der Marke "Zara Home" über diesen rasant wachsenden Vertriebskanal. Jetzt folgen die Spanier auch mit Zara dem weltweiten Trend zum Verkauf übers Internet, den Konkurrenten wie H&M oder C&A schon seit längerem erfolgreich praktizieren.

Einen Zara Online-Shop, in dem das gesamte Angebot aus den Läden erhältlich sein wird, soll es zunächst in Spanien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Portugal geben. Nach und nach wird der Service auf alle anderen Märkte ausgedehnt. Mittelfristig wolle man zudem auch die restlichen sechs Inditex-Marken übers Internet verkaufen, erklärte CEO Pablo Isla gestern. Der Inditex-Chef wollte die Erwartungen der Gruppe bezüglich der Online-Verkäufe nicht beziffern. Man sei aber schon "sehr zufrieden mit der Entwicklung der Internet-Verkäufe von Zara-Home."

In der realen Welt schlägt sich Inditex derweil mit dem harten Preiskampf im Einzelhandel herum. So sank der Umsatz im ersten Halbjahr auf gleicher Fläche um zwei Prozent. Zwar gab Inditex keine Angaben über die Entwicklung pro Quartal, die Analysten von Societe Generale gehen jedoch davon aus, dass der Rückgang von Februar bis April sehr viel stärker als in der darauf folgenden Periode ausgefallen sein dürfte.

In der Umsatzentwicklung schnitten die Spanier besser ab als Konkurrent H&M, der von Dezember bis Mai einen Umsatzrückgang von drei Prozent und im Juni gar um fünf Prozent auf gleichbleibender Fläche meldete. Aggressiver als die Schweden treibt Inditex auch die internationale Expansion seiner Marken voran. Die Spanier eröffneten im ersten Halbjahr trotz Wirtschaftskrise 166 neue Läden und haben nun insgesamt mehr als 4400 Läden in 73 Ländern. Dank der Flächenausweitung stiegen die Verkäufe währungsbereinigt um neun Prozent. Der Schwerpunkt der Expansion liege derzeit in Asien, heißt es von Inditex. Der asiatische Anteil am Geschäft stieg gegenüber 2008 von zehn auf zwölf Prozent, während der schwächelnde Heimatmarkt nur noch knapp ein Drittel zum Umsatz beträgt.

Seite 1:

Auch Zara entdeckt jetzt das Internet

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%