Industriedienstleister
Ferrostaal verliert Kreditbürgschaften

Der Essener Industriedienstleister erhält vorerst keine neuen Kreditbürgschaften. Die Hausbanken geben dringend benötigte Kreditgarantien in Höhe von rund 300 Millionen Euro nicht frei, wie das Handelsblatt erfuhr.
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DüsseldorfErst wenn der Konzern hohe Sicherheiten in bar hinterlege, würden diese Avale gewährt, heißt es aus Konzernkreisen. Ferrostaal lehnte einen Kommentar ab. Die Banken sind den Kreisen zufolge vor allem von dem Konflikt im Eigentümerkreis abgeschreckt. Der arabische Merheitseigentümer IPIC und MAN streiten seit Monaten über die Frage, wer die Kosten für die Aufarbeitung des Schmiergeldskandals bei Ferrostaal tragen muss. Im Raum steht eine Summe von über einer halben Milliarde Euro. Bislang gibt es aber noch nicht einmal Gespräche über eine Einigung.

Diese ist aber dringend nötig, denn Ferrostaal braucht die Rückendeckung der Eigentümer für die Kreditgarantien. Ohne diese wird es schwer, neue Aufträge für den Anlagenbau an Land zu ziehen. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der Auftragseingang auf 780 Millionen Euro halbiert. Ferrostaal mit seinen 5600 Mitarbeitern muss sich für dieses Jahr daher auf einen operativen Verlust von 47 Millionen Euro einstellen.

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