Initiative in USA gescheitert
Amazon-Mitarbeiter bleiben ohne Gewerkschaft

Die Mitarbeiter des Versandriesen Amazon bleibe in den USA vorerst unorganisiert. Ohnehin wären nur wenige Beschäftigte betroffen gewesen. Auch in Deutschland demonstrieren Mitarbeiter für Gewerkschaftsschutz.
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SeattleAmazon muss sich in den USA weiterhin mit keiner Gewerkschaft auseinandersetzen. Der erste Versuch von Mitarbeitern, sich zu organisieren, scheiterte am Mittwoch. Eine Gruppe von Technikern des Logistikzentrums in Middletown im US-Bundesstaat Delaware lehnte es letztlich mehrheitlich ab, der Gewerkschaft IAW beizutreten. Ganz im Gegensatz zu Deutschland gibt es in den USA bisher keine Angestellten beim weltgrößten Online-Händler, die gemeinschaftlich einer Arbeitnehmer-Organisation angehören.

Die Bemühungen in Delaware waren die ersten dieser Art und hätten lediglich 40 der 1500 Beschäftigten betroffen. Ihre Entscheidung, sich doch nicht der IAW anzuschließen, hat zur Folge, dass mindestens für ein Jahr keine weitere Abstimmung in Middletown über eine solche gewerkschaftliche Organisierung erfolgen darf. In den USA gibt es mehr als 40 Logistikzentren, in denen die über die Internetseite verkauften Waren verpackt und weitergeleitet werden.

Amazon lehnt es in den USA ab, dass sich die Mitarbeiter Arbeitnehmervertretungen anschließen. Die US-Gewerkschaften kämpfen seit Jahren mit einem Mitgliederschwund. Die IAW hatte sich vom Beitritt der Amazon-Mitarbeiter einen Schub für ihre Bemühungen erhofft, neue Anhänger anzuwerben.

In Deutschland sind im vergangenen Jahr regelmäßig Angestellte von Amazon in den Ausstand getreten, um ihren Forderungen nach höheren Löhnen Nachdruck zu verleihen. Hierzulande sind rund 9000 fest angestellte Mitarbeiter für den US-Konzern tätig. Weltweit sind es fast 90.000.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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