Initiative Luftverkehr drängt auf Flughafenausbau
Lufthansa will Frankfurt stärken

Der milliardenschwere Ausbau des Frankfurter Flughafens soll nach dem übereinstimmenden Willen von Luftfahrtindustrie sowie Bundes- und Landesregierungen Priorität haben. Darauf einigte sich der Initiativkreis „Luftverkehr für Deutschland“ am Mittwoch in Berlin.

HB/Reuters/ap BERLIN. Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe, die Chefs der Flughäfen Frankfurt und München sowie Wirtschaftsstaatssekretär Ditmar Staffelt sagten im Anschluss an die Sitzung des Gremiums übereinstimmend, Deutschland brauche keine weiteren Flughäfen. Auch der Ausbau von Flughäfen in ländlichen Gebieten für den Betrieb von Billigfliegern wurde ablehnend bewertet.

„Ein Verzicht oder Verzug beim Ausbau der Luftverkehrskapazitäten würde nach Einschätzung der Luftverkehrsinitiative enorme volkswirtschaftliche Risiken bergen“, hieß es in dem Plan zur Entwicklung der Flughafeninfrastruktur in Deutschland. Vor allem an den Flughäfen Frankfurt und München müssten Engpässe vermieden werden. Der Flughafenbetreiber Fraport, die Deutsche Lufthansa und andere Interessenvertreter der Luftfahrtbranche arbeiten seit Sommer 2003 an dem Maßnahmenplan zur Senkung der Standortkosten für Fluggesellschaften.

Um den steigenden Passagierzahlen in Deutschland in den kommenden Jahren gerecht zu werden, müssten vor allem in Frankfurt und München Fristen für die Kapazitätsanpassungen eingehalten werden, hieß es. Auch in Düsseldorf und Berlin seien Ausbauschritte angebracht. Mit den Ausbauten könne verhindert werden, dass der Flugverkehr zu Drehkreuzen in anderen europäischen Ländern abwandere.

Die Initiative bezieht sich auf eine Prognose, die bis 2015 einen Anstieg der Passagierzahlen an den deutschen Flughäfen um 74 Prozent auf 256 Mill. Fluggästen voraussagt. Durch das Verkehrswachstum könnten danach bis zu 80 000 Arbeitsplätze entstehen.

Quelle: Handelsblatt.

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