Insgesamt schon mehr als 2 000 Arbeitsplätze verloren
Eine der größten Pin-Töchter geschlossen

Mit der Pin West Mail GmbH & Co. KG aus Langenfeld hat am Freitag eine der größten Töchter der Pin Group den Betrieb eingestellt. Von der Schließung betroffen sind über 800 Beschäftigte, zumeist Teilzeitkräfte. Nutznießer ist die Deutsche Post.

DÜSSELDORF. Leverkusens Oberbürgermeister Ernst Küchler reagierte sofort: Die Zustellung städtischer Post erfolgt mit sofortiger Wirkung durch die Deutsche Post. Er hat in einem Schreiben am Donnerstag, die Spitzen von Politik und Verwaltung darüber informiert, dass es seitens der Pin West Mail zu einer außerordentlichen Kündigung des Beförderungsvertrages gekommen sei. Es sei nach Aussage des Insolvenzverwalters nicht gelungen, eine Lösung für die Fortführung des Unternehmens aus Langenfeld zu finden. Entsprechend könne ab 29. Februar keine Abholung und Zustellung städtischer Sendungen mehr erfolgen.

Pin West Mail ist ursprünglich eine Gründung der Verlagshäuser Rheinische Post und Westdeutsche Zeitung sowie der Unternehmensgruppe M. DuMont Schauberg ("Kölner Stadtanzeiger", "Kölnische Rundschau" und "Express") und der Zeitungsverlage Aachen und Neuss-Grevenbroicher Zeitung. Das Zustellgebiet erstreckte sich auf das gesamte Rheinland, den Niederrhein und das Bergische Land.

Mit der Pin West Mail Zustelldienste II aus Mainz (früher Postino) hatte erst kürzlich eine Tochter des Unternehmens die Tore geschlossen, die früher zur Verlagsgruppe Rhein-Main ("Mainzer Allgemeine Zeitung") gehörte. Davon betroffen sind weitere rund 90 Arbeitsplätze. Mit der Pin Mail Kassel (600 Arbeitsplätze), der Pin Mail Münsterland (450) und Teilen der Pin Mail Aachen (115) haben bereits weitere Pin-Töchter den Betrieb eingestellt. Damit sind bislang über 2050 Arbeitsplätze verloren gegangen.

Am 3. März will der Insolvenzverwalter Bruno Kübler über die aktuelle Lage der Pin Group berichten. Es wird erwartet, dass er die Schließung weiterer Standorte ankündigt. Die Pin Group beschäftigt in 91 Niederlassungen bundesweit rund 9 000 Menschen. Für 37 Gesellschaften mit 7 000 Beschäftigte ist bereits ein Insolvenzantrag gestellt worden. Bei einem Dutzend der Betriebe lief Ende Februar die Zahlung des Insolvenzgeldes aus. Bei weiteren wird dies im Laufe des März passieren.

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