Inside: BAA
Besser als Fraport

Build Another Arcade – Baut noch eine Ladenpassage – so übersetzt die Luftfahrtbranche spöttisch das Kürzel des britischen Flughafenbetreibers BAA. In der Tat macht BAA, anders als der frühere Name „British Airport Authority“ vermuten lässt, mehr als die Hälfte des Umsatzes mit Handel und Immobilien.

LONDON. Vor allem die Terminals in London-Heathrow bieten luxuriöse Boutiquen, die den Glanz der Londoner Einkaufsmeilen spiegeln.

Nicht nur an sieben Standorten in Großbritannien, auch in den USA, Australien und Italien betreibt BAA Flughäfen samt Einkaufszentren. Damit ist das Unternehmen einer der größten Flughafenbetreiber der Welt. Seit seiner Privatisierung 1987 hat es reichlich Erfahrung gesammelt, die Geldbeutel der Passagiere anzuzapfen und mit dem Betrieb von Flughäfen Geld zu verdienen.

So ist BAA auch optimistisch, dass der soeben übernommene Flughafen Budapest Rendite bringen wird. Knapp 75 Prozent des Flughafens haben die Briten erworben und das Recht, ihn 75 Jahre lang zu betreiben. Den Preis von über 1,8 Milliarden Euro schmähten unterlegene Bieter wie Fraport und Hochtief als viel zu hoch, doch Analysten meinen, dass BAA dank der langen Erfahrung mehr aus Budapest herausholen kann als andere.

Ein Kaufpreis vom 30-Fachen des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ist zwar gewaltig, doch der Vergleich mit Verkäufen reifer westeuropäischer Flughäfen zu kaum halb so hohen Ansätzen hinkt. Budapest bietet mehr freie Kapazitäten und mehr Wachstumspotenzial – BAA erwartet mehr als 20 Prozent. Und die regulatorischen Auflagen sind in Ungarn weniger streng als in England.

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