Inside: Germanischer Lloyd
Eine Frage des Preises

Die Germanische Lloyd übernimmt in Deutschland die technische Überwachung von Schiffen und Tankern. Um das Hamburger Unternehmen ist jetzt ein harter Bieterkampf entbrannt. Dass sich so viele Interessenten um die Firma reißen, ist verständlich.

HAMBURG. Ob Auto oder Flugzeug – fast jede Maschine wird regelmäßig auf ihre technische Zuverlässigkeit geprüft. Besonders scharfen Kontrollen unterliegen Schiffe sowie Tanker. Sie müssen sich mindestens sechs Mal im Jahr einer Prüfung unterziehen. In Deutschland übernimmt die technische Überwachung der schwimmenden Riesen der privatwirtschaftlich organisierte Germanische Lloyd (GL), ein so genannter Klassifizierer.

Um das Hamburger Unternehmen ist jetzt ein harter Bieterkampf entbrannt. Denn die Mehrheit der Aktionäre will ihre Anteile versilbern, darunter Reeder, Versicherungen und Banken. Sie haben die Commerzbank damit beauftragt, ihre Beteiligungen an den Meistbietenden abzustoßen.

Dabei können die Anteilseigner auf einen hohen Preis hoffen. Gleich drei Investoren buhlen um den Klassifizierer: der französische Konkurrent Bureau Veritas, der Hamburger Milliardär Günter Herz sowie der Tüv Süd.

Dass sich so viele Interessenten um die Firma reißen, ist verständlich. Denn der Germanische Lloyd ist der viertgrößte Schiffs-Tüv der Welt. Marktführer ist das American Bureau of Shipping aus den USA, gefolgt vom französischen Bureau Veritas und dem britischen Lloyds Register. Bei der Prüfung von Containerschiffen stehen die Hamburger mit einem Marktanteil von mehr als 30 Prozent weltweit an der Spitze.

Und der Markt für Schiffsneubauten zieht weiter an. Immer mehr Reeder bestellen neue Containerschiffe, um am wachsenden Welthandel teilzuhaben. Besonders der Handel zwischen Europa und Asien wächst Jahr für Jahr zweistellig. Und mit einem Abflachen der Wachstumskurve ist vorerst nicht zu rechnen.

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