Inside: Tchibo
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Jede Woche kreiert das Hamburger Kaffee- und Handelsunternehmen Tchibo unter der Eigenmarke „TCM“ eine neue Produktwelt jenseits des Kaffees. Mit diesem eigenwilligen Konzept ist die Gesellschaft in den vergangenen Jahren zu einem der renditestärksten Unternehmen im deutschen Einzelhandel geworden.

HAMBURG. Das Geschäft mit Gebrauchsartikeln ist heute die stärkste Ertragssäule des milliardenschweren Konzerns. Dagegen ist der Verkauf der braunen Bohnen fast Nebensache geworden. An den Kaffee-Börsen herrscht weltweit ein scharfer Preiswettbewerb, die Margen in diesem Bereich sind spärlich.

Unbeirrt baut Vorstandschef Dieter Ammer deshalb den Konzern nach dem bewährten Rezept weiter aus. Er eröffnet neue Filialen, expandiert kräftig im Ausland. Die Folge: die Gewinne sprudeln.

Doch nun droht die Erfolgssträhne abzureißen. Denn die schwächelnde Handelskonjunktur und die Discounter belasten den Kaffee-und-mehr-Händler zunehmend. In den vergangenen Jahren konnten sich die Hamburger von den Discountern noch dadurch abgrenzen, dass sie ihre qualitativ hochwertigen, aber preiswerten Nonfood-Artikel in geräumigen, freundlichen Kaffeegeschäften verkauften. Doch nun bereiten vor allem Billiganbieter wie Aldi, Lidl & Co. den Hamburgern Probleme.

Sie stellen ihre Nonfood-Waren nicht mehr lieblos in die Regale, um möglichst schnell auf Kundenwünsche zu reagieren, sondern achten immer mehr auf höhere Produktqualität und bessere Präsentation. Damit dringen sie zunehmend in die Tchibo-Domäne vor.

Hinzu kommt eine wachsende Konkurrenz, die Tchibo das Geschäft verhagelt. Denn immer mehr Konzerne drängen in den stationären Handel mit Textilien, die einen großen Teil des Tchibo-Sortiments ausmachen. Der Hamburger Versender Otto zum Beispiel will gleich mit mehreren Textilketten den Markt aufmischen.

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