Inside: Wal-Mart Im Clinch mit den Kulturen

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Noch liegt dessen Umsatzanteil bei kläglichen 23 Prozent. In 20 Jahren aber, hat Wal-Marts Vorstand angedeutet, könnte das Geschäft allein in China die gleiche Größe erreichen wie im US-Heimatmarkt. Ein ambitioniertes Unterfangen: Den 4 000 amerikanischen Billigwarenhäusern stehen zur Zeit ganze 66 in China gegenüber. Bis zum Jahresende sollen es 80 sein.

Deshalb käme die eine Milliarde Dollar teure Übernahme von Trust-Mart dem Konzernchef wie gerufen, zumal die 150 SB-Warenhäuser der taiwanesischen Shing-Tak Group denen von Wal-Mart ähneln: Auch sie bieten ein breites Sortiment von Frischeprodukten bis zu Textilien und Elektroartikeln zu aggressiven Preisen.

Doch die Nerven liegen blank. Damit der Konzern nicht wie in Deutschland an kulturellen Missverständnissen scheitert, zieht Lee Scott seinen alten Haudegen Hatfield jetzt aus dem Rennen. Der Ersatz kommt aus Hongkong. Ab Februar soll Ed Chan, ehemals Asienmanager des Lebensmittelhändlers Dairy Farm, Wal-Marts China-Zentrale in Shenzhen leiten. Ein chinesisches Unternehmen wird Wal-Mart damit nicht. Schon Wal-Marts Leidensweg in Deutschland hat gezeigt: Das letzte Wort fällt stets in Arkansas.

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