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Otto will bei Schuhhändler Görtz einsteigen

Insidern zufolge plant der Versandhauskonzern Otto einen Einstieg bei Görtz. Die Schuhhandelskette Görtz schreibt seit Jahren rote Zahlen. Otto würde mit einem Kauf seine breite Produktpalette noch weiter ausbauen.
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HamburgDer Versandhauskonzern Otto verhandelt Insidern zufolge über einen Einstieg bei der angeschlagenen Schuhhandelskette Görtz. Zwei mit dem Sachverhalt vertraute Personen bestätigten Gespräche über einen Zusammenschluss, nannten aber keine Details. Aus dem Umfeld von Otto hieß es, Görtz würde gut in das eigene Konzept aus Versand- und Onlinehandel sowie stationärem Ladengeschäft passen. Das „Hamburger Abendblatt“ berichtete in seiner Dienstagausgabe unter Berufung auf Finanzkreise, bei den Verhandlungen gehe es zunächst um eine Minderheitsbeteiligung, mit der Möglichkeit, diese später zu einer Mehrheit auszubauen. Weder Otto noch Görtz wollten sich dazu äußern.

Der Zeitung zufolge befinden sich die Gespräche in einem frühen Stadium. Der Handelskonzern Otto, zu dem Marken wie Otto, Baur, Bonprix und Hermes gehören, habe sein Interesse an Görtz bekundet und prüfe nun zusammen mit anderen Interessenten die Daten des Unternehmens.

Dem vor fast 140 Jahren gegründete Hamburger Familienunternehmen Görtz macht seit Längerem die Konkurrenz im Onlinebereich sowie eine falsche Sortimentpolitik zu schaffen. Das Unternehmen mit rund 3700 Mitarbeitern und mehr als 240 Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz schreibt seit mehreren Jahren rote Zahlen.

Otto muss sich selbst im boomenden Onlinehandel gegen Konkurrenten wie Zalando behaupten und hatte den Versandhandel unlängst neu aufgestellt. Angesichts stagnierende Erlöse wurden die Vertriebsmarken Otto, Schwab und Baur enger miteinander verzahnt, um die Kosten zu senken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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