„Insolvent. Na und?“
Neckermann beweist Galgenhumor

Der insolvente Versandhändler Neckermann will sich trotz Pleite nicht ins Bockshorn jagen lassen. Mit Gagenhumor versucht der Konzern, den Verkauf im Internet trotz aller Hiobsbotschaften anzukurbeln.
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Frankfurt, DüsseldorfMit Galgenhumor versucht der insolvente Versandhändler Neckermann, den Verkauf trotz aller Hiobsbotschaften anzukurbeln. „Insolvent. Na und?“, fragt die Versandhauskette auf ihrer Homepage. „Sie wollen ja kein Geld bei uns bestellen, sondern Ware“, schreibt sie. Und: „Sie haben momentan kein Geld in der Kasse? Wir wissen, wie sich das anfühlt.“

Die Neckermann.de GmbH hatte am vor einer Woche Insolvenzantrag gestellt, nachdem der Eigentümer, der US-Finanzinvestor Sun Capital, den Geldhahn zugedreht hatte. In Deutschland stehen nach letzten Angaben des Unternehmens etwa 2.250 Jobs an den Standorten Frankfurt und Heideloh in Sachsen-Anhalt auf dem Spiel.

Erst vor einer Woche gab es Probleme mit den Paket-Auslieferungen, nachdem die Deutsche-Post-Tochter DHL die Aussendungen eingestellt hatte, weil der Bonner Konzern fürchtete, wegen der Pleite seines Kunden auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Durch den Lieferstopp wurde die Lage des einstigen Traditionsversenders zeitweise noch dramatischer. Beinahe 30.000 Pakete verlassen normalerweise täglich das Gelände von Neckermann. Immer wieder versicherte der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Frege Verkauf, Versand und Service würden weiter laufen. Frege: „Die Kunden können bei neckermann.de weiter einkaufen“.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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