Insolvente Airline
Air Berlin verlängert Bieterfrist für Techniksparte

Der Verkauf der Techniksparte von Air Berlin zieht sich hin. Die Bieterfrist wurde um einige Tage verlängert. Als Grund nannte die insolvente Airline die laufenden Verkaufsverhandlungen für den Flugbetrieb.
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BerlinDie insolvente Fluggesellschaft Air Berlin hat die Bieterfrist für ihre Technik-Sparte um rund zwei Wochen verlängert. Interessenten könnten ihre Offerten noch in der 42. Kalenderwoche vorlegen und damit zwischen dem 16. und 22. Oktober, sagte ein Konzernsprecher am Freitag. „So ermöglichen wir den Bietern, sich ein genaueres Bild vom Verlauf des Vergabeverfahrens für die Air Berlin zu machen und dementsprechend ihre Angebote für die Air Berlin Technik zuzuschneiden.“ Ursprünglich lief die Frist am 21. September ab, sie wurde bereits einmal auf den heutigen Freitag verlängert. „Wir haben mehrere Angebote vorliegen und sind in Gesprächen mit den Anbietern.“

Hintergrund ist, dass Air Berlin zunächst die exklusiven Verhandlungen mit der Lufthansa und Easyjet zum Kauf großer Teile des Konzerns bis zum 12. Oktober abschließen will. Wenn feststeht, wer was von der Fluggesellschaft inklusive Maschinen übernimmt, können Interessenten für die Technik-Sparte ihre Chancen für künftige Aufträge besser abschätzen. Das Berliner Logistikunternehmen Zeitfracht hatte bereits eine Offerte für die Technik-Sparte abgegeben und bezeichnete die Fristverlängerung als sinnvoll. „Wir arbeiten an einem modifizierten Angebot“, sagte ein Sprecher, ohne Details zu nennen.

Die Technik-Sparte hat rund 1200 Beschäftigte, was umgerechnet etwa 850 Vollzeitstellen entspricht. Die größten Standorte sind Berlin, Düsseldorf und München.

Die Lufthansa-Billigtochter Eurowings stellt derweil Beschäftigte der insolventen Airline ein und zieht ein positives Fazit. „Wir haben vom Fleck weg fast 130 Flugbegleitern eine Einstellungszusage gegeben, unter anderem auch ehemaligem Kabinenpersonal der Air Berlin“, sagte Eurowings-Geschäftsführer Michael Knitter. Das Unternehmen hatte mehr als 1000 Stellen für Piloten, Flugbegleiter und Bodenpersonal ausgeschrieben und verzeichnet bisher mehr als 2500 Bewerber, davon fast die Hälfte Piloten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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