Insolvente Baumarktkette
Rettung von Max Bahr durch Hellweg könnte scheitern

Am Montag treffen sich die Gläubiger von Max Bahr. Bis dahin sollte eine Übernahme der Baumarkkette stehen. Doch Interessent Hellweg verhandelt noch mit Warenkreditversicherern. Übernehmen sich die Dortmunder?
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FrankfurtDie Übernahme der insolventen Baumarktkette Max Bahr durch den Rivalen Hellweg droht Verhandlungskreisen zufolge auf der Zielgeraden zu scheitern. Dem Konsortium um das Dortmunder Unternehmen Hellweg und den ehemaligen Max-Bahr-Chef Dirk Möhrle fehlten weiterhin die letzten Zusagen der finanzierenden Banken und der im Einzelhandel unverzichtbaren Warenkreditversicherer, die den Lagerbestand praktisch vorfinanzieren, sagten mehrere mit den Gesprächen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Hellweg gab sich weiter zuversichtlich: „Die Verhandlungen dauern noch an. Wir gehen davon aus, dass wir eine Lösung finden, so dass Max Bahr und die Arbeitsplätze erhalten bleiben können“, erklärte das Unternehmen am Donnerstag.

Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder hatte eigentlich bis zum Monatsende einen Vertragsabschluss für 73 Max-Bahr-Märkte mit rund 3600 Mitarbeitern erhofft. Eine Entscheidung müsse spätestens bis Montag fallen, sagten die Insider. Dann treffen sich die Gläubiger von Max Bahr. Länger könne Schröder den Betrieb in den Baumärkten ohne eine Perspektive für die Zukunft nicht aufrechterhalten.

Seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens Anfang Oktober haftet er persönlich für alle anfallenden Verluste. Klappt der Verkauf an Hellweg nicht, steht Max Bahr vor dem Aus. Ein Sprecher von Insolvenzverwalter Schröder wollte sich nicht äußern.

Die Baumarktkette war vom Mutterkonzern Praktiker in den Strudel der Insolvenz gezogen worden. In 150 Praktiker-Märkten und gut 50 erst seit kurzem unter der Marke Max Bahr firmierenden Häusern läuft bereits der Ausverkauf. Sie werden geschlossen, die Immobilien sollen einzeln vermietet werden.

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