Insolvente Drogeriekette: Höchstbietender soll Schlecker bekommen

Insolvente Drogeriekette
Höchstbietender soll Schlecker bekommen

Die Schlecker-Rettung wird zum Poker-Spiel: Schlecker soll an den Investor mit dem höchsten Gebot gehen, teilte der Insolvenzverwalter mit. Verdi reicht das nicht: Der Investor solle Schlecker als Ganzes erhalten.
  • 4

Ehingen/StuttgartDas Rennen um den Kauf der insolventen Drogeriekette Schlecker wird nach derzeitigem Stand der Investor mit dem höchsten Preisangebot machen. „Im Moment ist die Höhe des Kaufpreises entscheidend“, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart.

Doch die Gewerkschaft Verdi will mehr: Der Investor sollte auch über den reinen Kauf hinaus in das Unternehmen investieren. „Wir wollen einen Investor, der Schlecker als Ganzes erhalten will, also das gesamte Filialnetz und die Arbeitsplätze“, sagte eine Sprecherin des Verdi-Bundesvorstands in Berlin. Und langfristig sollten die Filialen ausgebaut werden.

Derzeit sind fünf „ernstzunehmende“ Interessenten im Spiel, hieß es beim Insolvenzverwalter. Dabei handelt es sich um Finanzinvestoren und um Unternehmen mit Erfahrungen im Handelssektor, wie der Sprecher sagte. Der Insolvenzverwalter selbst will sich weder zu den Namen möglicher Investoren noch zu den aufgerufenen Kaufsummen äußern. Die „Stuttgarter Nachrichten“ berichteten von einem Preisangebot von mehr als 100 Millionen Euro - um wen es sich dabei handelt, war unklar.

Klar ist derweil, dass ein konkretes Angebot eines Interessenten für Schlecker vorliegt - vom Düsseldorfer Beratungs- und Investmenthaus Droege. Das Unternehmen bestätigte am Donnerstag einen Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, ein schriftliches Gebot für die Schlecker-Gruppe eingereicht zu haben. „Wir sind in Orientierungsgesprächen“, sagte eine Sprecherin der Droege International Group der Nachrichtenagentur dpa. Droege schließe nicht aus, die Kinder des Schlecker-Gründers, Meike und Lars Schlecker, mit ins Boot zu nehmen.

Seite 1:

Höchstbietender soll Schlecker bekommen

Seite 2:

Mitarbeiter sollen Sanierungsbeiträge leisten

Kommentare zu " Insolvente Drogeriekette: Höchstbietender soll Schlecker bekommen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die einzigen wirklichen Interessenten für eine Übernahme können nur die Schleckerkinder sein, die nur so das Schleckervermögen aus der insolventen Restfirma rausholen können.
    Eine sinnvolle Übernahme gibt aus wirtschaftlichen Überlegungen keinen Sinn, da die einzelnen Filialen nicht mehr der Zeit entsprechen und was auch keiner sagt, die Mitarbeiter haben Tariflöhne und die sind deutlich höher, als Rossmann und DM zahlt. Ein Filialleiter von Schlecker hat je nach Alter ein Bruttostundenlohn von 14,50 bis 16,50.
    Die anderen Ketten leisten sich solchen Luxus nicht, hier arbeiten Tagelöhner.

  • Respekt.
    Und das wird als Leistung notiert werden.

  • Solange die Schleckerfamilie nicht auf Hartz IV ist, kann man bei denen noch genügend Geld abgreifen. Hoffentlich wird das nicht "freundlich übersehen".

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%