Insolvente Drogeriekette
Im Ausland macht Schlecker noch Gewinn

In Deutschland hat die Drogeriekette Schlecker Insolvenz beantragt, doch das Auslandsgeschäft ist nicht davon betroffen. Die Filialen dort laufen besser - und könnten für Käufer interessant sein.
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DüsseldorfSchleckers Auslandsgeschäft läuft trotz der Insolvenz des Unternehmens weiter als wäre nichts gewesen. „Aktuell nicht Bestandteil des Antrags sind (...) die Auslandsgesellschaften“, teilte die Drogeriekette am Montag mit.

In Schwierigkeiten ist das Unternehmen vor allem in Deutschland. Außerhalb des Heimatmarktes sieht es viel besser aus. „In einzelnen Auslandsmärkten läuft es für Schlecker sehr gut“, bestätigt Thomas Roeb, Handelsexperte der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Als ein Beispiel dafür nennt er Polen, auch in Spanien mache die Kette Millionengewinne.

Während sich kein Konkurrent für eine Übernahme der deutschen Filialen begeistern kann, gibt es im Ausland also durchaus interessante Möglichkeiten. „Schleckers Auslandsgeschäft könnte im Zuge der Insolvenz der deutschen Gesellschaft verkauft werden“, sagt Roeb. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass dann DM, Rossmann und auch andere interessiert sind.“

DM äußert sich dazu auf Anfrage von Handelsblatt Online nicht. Rossmann wird konkreter: „Was für das Inland gilt, gilt auch für das Ausland: Die meisten Schlecker-Filialen sind für das Rossmann-Konzept schlicht zu klein. Denn auch im Ausland setzt Rossmann zunehmend auf Filialen mit mindestens 400 Quadratmetern Verkaufsfläche.“

Das Familienunternehmen Schlecker hatte am Freitag mitgeteilt, zahlungsunfähig zu sein. Die nächsten Tage werden nun zeigen, wie es weitergeht. Am Montagmorgen hat Schlecker die Planinsolvenz offiziell beantragt.

Schnell wurden als mögliche Interessenten für die 7000 Schlecker-Filialen in Deutschland DM und Rossmann ins Spiel gebracht, doch die haben schon abgewiegelt. Schlecker passe nicht in ihr Konzept, ohnehin hätten sie nur Interesse an einer Handvoll großer, moderner Läden.

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„Drogeriemarktketten sind ein deutsches Erfolgsmodell“

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