Insolvente Drogeriekette
Schlecker verkauft französische Tochter SNC

Der französische Einzelhändler Systeme U übernimmt die Schlecker-Tochter SNC. So sollen dort laut Auskunft der insolventen Drogeriemarktkette die Arbeitsplätze und Filialen erhalten bleiben.
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FrankfurtDie insolvente Drogeriekette Schlecker hat ihre französische Tochter Schlecker SNC verkauft. Die Übernahme durch den französischen Einzelhandelskonzern Systeme U sichere den Fortbestand der Arbeitsplätze und des Filialnetzes, erklärte Schlecker am Mittwochabend.

Schlecker SNC betreibe in Südfrankreich 139 Drogeriemärkte und beschäftige aktuell rund 750 Mitarbeiter. Systeme U zähle in Frankreich und den französischen Übersee-Departements insgesamt rund 1400 Verkaufsstellen und habe 2011 einen Gesamtumsatz von 16,07 Milliarden Euro erzielt. Zum Kaufpreis machte Schlecker keine Angaben.

Der Drogeriekette droht die Zerschlagung. Am Freitag wird erneut der Schlecker-Gläubigerausschuss zusammenkommen, um über die vorliegenden Übernahmegebote für den bankrotten Konzern mit noch rund 3200 Filialen in Deutschland zu beraten. Sollten bis dahin keine für die Gläubiger akzeptablen Offerten vorliegen, will Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz den Betrieb einstellen und den Ausverkauf starten. Die verbliebenen Mitarbeiter würden dann voraussichtlich im Juli entlassen.

Geiwitz hat bereits rund 10.000 Schlecker-Beschäftigte, überwiegend Frauen, vor die Tür gesetzt. Knapp die Hälfte der Entlassenen klagen dagegen. Zu den Interessenten für eine Übernahme der weiterhin Verluste schreibenden Kette zählten zuletzt der Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen und Finanzinvestoren. Mit zwei Investoren werde noch verhandelt, hatte Insolvenzverwalter Geiwitz am Freitag gesagt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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