Insolvente Kette
Schlecker-Frauen müssen bis Mittwoch bangen

Die Geduldsprobe für die Schlecker-Beschäftigten geht weiter. Erst nächsten Mittwoch soll die Entscheidung über eine Auffanglösung fallen. Es mehren sich aber Hoffnungszeichen.
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EhingenDie Hängepartie für die 11.000 vor der Entlassung stehenden Schlecker-Beschäftigten geht weiter. Erst am nächsten Mittwoch werden sie erfahren, ob sie in einer Transfergesellschaft für die kommenden Monate aufgefangen werden oder nicht. Dann will Baden-Württemberg entscheiden, ob es mit einer Bürgschaft für die Gesellschaft in Vorleistung tritt. „Sollte das wider Erwarten nicht der Fall sein, müssten noch am Mittwochabend die Kündigungen an die rund 11.000 Mitarbeiter herausgehen“, warnte ein Sprecher des Insolvenzverwalters am Freitag nach einer Sitzung des Gläubigerausschusses von Schlecker. Doch die Vorzeichen sind gut.

Die Beschäftigten bei der ebenfalls insolventen Schlecker-Tochter IhrPlatz können hingegen schon aufatmen. Dort verlieren nur 650 Mitarbeiter von insgesamt 5350 ihren Job - nahezu ein Drittel weniger als geplant. Außerdem ist die Transfergesellschaft schon in trockenen Tüchern.

An diesem Samstag werden in 2200 Schlecker-Filialen endgültig die Lichter ausgehen. Für die 11.000 Betroffenen - fast alle sind Frauen - ist es der letzte reguläre Arbeitstag. Mit umso mehr Anspannung blicken sie auf die nächste Sitzung des Finanz- und Wirtschaftsausschusses in Stuttgart. Er muss entscheiden, ob das Schlecker-Stammland zunächst alleine für die Transfergesellschaft bürgt. Gespräche über ein gemeinsames Vorgehen aller 16 Bundesländer waren am Donnerstag erneut ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

Doch nach dpa-Informationen steht eine breite Mehrheit der Ausschussmitglieder in Stuttgart einer Bürgschaft grundsätzlich offen gegenüber. Neben den Regierungsfraktionen Grüne und SPD seien auch viele Abgeordnete der CDU für eine Bürgschaft.

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