Insolventer Verlag
100 Weltbild-Filialen auf dem Prüfstand

„Harte Einschnitte, aber kein Blutbad“: Auf die insolvente Verlagsgruppe Weltbild kommt eine schwierige Sanierungsphase zu. Laut einem Medienbericht steht auch schon fest, wie viele Läden absehbar geschlossen werden.
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Auf das Filialgeschäft der insolventen Verlagsgruppe Weltbild kommt eine harte Sanierung zu. Nach Informationen der Wirtschaftswoche aus dem Unternehmensumfeld stehen derzeit rund 100 Filialen auf dem Prüfstand, das ist knapp die Hälfte des Filialnetzes. Als „harte Einschnitte, aber kein Blutbad“, kommentierte ein Beteiligter die Planungen gegenüber der WirtschaftsWoche.

Bei mindestens 60 Filialen sei demnach eine Schließung durch das Sanierungsmanagement um den vorläufigen Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und dessen Kanzleipartner Christian Plail absehbar.


Weitere 40 Standorte stünden „unter Beobachtung“, heißt es. Hier würden Faktoren wie Zugeständnisse bei den Mieten und die Wettbewerbsintensität am jeweiligen Standort über Schließung oder vorläufigen Weiterbetrieb entscheiden. Ein Sprecher der Insolvenzverwaltung betonte zwar die generelle Bedeutung des Filialgeschäfts, wollte sich zu Details aber nicht äußern. „Wir brauchen ein möglichst großes Filialnetz, um die Präsenz der Marke Weltbild in der Fläche zu sichern“, sagte Verdi-Vertreter Timm Boßmann.

Vor wenigen Tagen haben Weltbild und die Verlegerfamilie Hugendubel ihre bis dahin in einer Holding gebündelten Buchläden aufgeteilt. Hugendubel hat künftig das alleinige Sagen bei 77 eigenen Geschäften sowie bei den bisherigen Weltbild-Filialen, die als Shop-in-Shop in Karstadt-Warenhäusern betrieben werden. Der Online-Shop von Hugendubel soll dem Vernehmen nach zunächst weiter in Kooperation mit Weltbild betrieben werden.

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