Insolvenz angemeldet
Billigflieger V-Bird ist am Boden

Der niederländische Billigflieger V-Bird hat eine Woche nach dem plötzlichen Aus des Flugverkehrs am Donnerstag Insolvenz angemeldet.

HB WEEZE/MAASTRICHT. „Die Frist ist abgelaufen“, sagte Sprecherin Claudia Maria Hövel. Ein Gericht in Maastricht hatte der finanziell angeschlagenen Airline zwei Mal Zahlungsaufschub gewährt und damit Verhandlungen mit Investoren ermöglicht. „Eine dritte Verlängerung war nicht drin“, sagte Hövel. Allerdings würden in der kommenden Woche die Gespräche mit einem möglichen neuen Investor fortgesetzt.

„Wir werden all unsere Energie in einen möglichen Neustart setzen“, teilte die Airline am Nachmittag mit. Das Gericht hatte der Fluglinie einen letzten Aufschub bis zum Abend gewährt, um einen nicht näher bezifferten Geldbetrag aufzubringen. Eine erste Summe war bereits Anfang der Woche hinterlegt worden. Während der Verhandlungen mit einem möglichen neuen, westeuropäischen Geldgeber sei eine rechtlich unverbindliche Absichtserklärung unterzeichnet worden, die bestätigt, dass beide Seiten in Verhandlungen über einen Vertragsabschluss stehen. Im Groben sei man sich einig gewesen.

Von der am vergangenen Freitag bekannt gewordenen Pleite ist vor allem der Niederrhein-Flughafen in Weeze (Kreis Kleve) betroffen. Von ihrem Heimat-Airport nahe der niederländischen Grenze steuerte V Bird zuletzt mit vier Maschinen 17 Ziele in Europa an. Durch die Anpassung an die neue Situation am Flughafen müsse auch die Hälfte der rund 90 Mitarbeiter der Ground Service International (GSI/Berlin) um ihre Jobs bangen. Gespräche mit dem Bodenpersonal und dem Betriebsrat würden bereits geführt, sagte GSI-Geschäftsführer Jochen Kröhan.

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