Insolvenz
Berliner Nachtclub Goya gibt auf

Nur vier Monate nach seiner Eröffnung hat Berlins erster aktienfinanzierter Nachtclub Goya endgültig geschlossen.

HB BERLIN. Der Geschäftsbetrieb sei eingestellt, den 89 Mitarbeitern wurde gekündigt, teilte Insolvenzverwalter Peter Leonhardt am Dienstag mit. Das „Goya“ am Nollendorfplatz war erst am 1. Dezember eröffnet worden. Rund 2700 Aktionäre brachten rund 7,5 Mill. Euro für den noblen Umbau des ehemaligen Metropol-Theaters auf. Am 3. März hatte der Club Insolvenz angemeldet.

Mit der endgültigen Schließung des Clubs, der zuletzt mit Schnupperabenden bei freiem Eintritt gelockt hatte, wird der Westen Berlins um eine Szene-Attraktion ärmer. Im vergangenen Herbst war die Amüsier-AG mit bundesweiten Anzeigen- und Pressekampagnen mit keinem geringeren Anspruch angetreten, als das Berliner Nachtleben zu revolutionieren. Auf den fulminanten Start folgte dann allerdings eine rasante Talfahrt. Gescheitert ist das Goya nach Ansicht von Experten wohl an den hohen Umbau-Kosten von rund 11 Mill. Euro – weit mehr, als der Aktienverkauf eingebracht hatte.

Das Weekend-Journal des Handelsblatts hatte ausführlich über das Goya berichtet. Lesen Sie, was die Idee des Nachtclubs war.

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