Insolvenz des Nürburgrings
Der ganz große Crash

Der Betreiber des Nürburgrings geht in die Insolvenz. Die EU konnte Finanzhilfen bislang nicht zustimmen. Für die Landesregierung unter Kurt Beck ist das ein Desaster, denn sie investierte Millionen in Riesenprojekte.
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Der Nürburgring erlebt an diesem Wochenende eines der imposantesten Rennspektakel auf der Eifelstrecke. Tonnenschwere Lastwagen donnern beim Truck-Grand Prix des ADAC über den „Ring“ und locken zehntausende Zuschauer an. Doch das Röhren und Dröhnen der Motoren ist nur ein zartes Rauschen im Vergleich zu dem Knall, mit dem sämtliche Illusionen und Fantastereien der rheinland-pfälzischen Landesregierung in die Luft fliegen: Die Nürburgring GmbH, die zu 90 Prozent dem Land Rheinland-Pfalz und zu 10 Prozent dem Landkreis Ahrweiler gehört, ist pleite.

Nach Informationen der WirtschaftsWoche hatten die beiden Geschäftsführer Gerd Weisel und Hans-Joachim Koch die Belegschaft bereits am vergangenen Dienstag bei einem Treffen mit Mitarbeitern auf eine mögliche Insolvenz Ende Juli hingewiesen. Alles hing von der EU-Kommission ab, die dem Land die Erlaubnis geben sollte, die Rennstrecke mit weiteren Millionenhilfen zu retten. Diese wird es bis zum 31. Juli offenbar nicht geben.

Der Kollaps der Nürburgring GmbH ist für den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) ein Desaster erster Güte. Gerade verdichten sich in Mainz die Anzeichen, dass der seit 18 Jahren amtierende Regierungschef nach dem missratenen Versuch, einen Generationenwechsel einzuleiten, im Herbst selbst noch einmal für den Posten als SPD-Landeschef kandidieren will. Die Insolvenz der Nürburgring GmbH ist das letzte, was er gebrauchen kann.

Beck führte zwischen 2006 und 2011 eine SPD-Alleinregierung an, die beim Projekt „Nürburgring 2009“ 330 Millionen Euro in den Bau von Hotels, Restaurants, Veranstaltungshallen und einen Freizeitpark investiert hat – eigentlich gedacht, um die seit 2006 bilanziell überschuldete Nürburgring GmbH aus den roten Zahlen zu bringen, um Arbeitsplätze zu sichern und die strukturschwache Eifelregion zu fördern. Doch die Neubauten produzierten bisher nur neue Verluste. Und ausgerechnet die vermeintliche Zukunftsinvestition dürfte das Prestigeprojekt nun aus der Kurve geworfen haben.

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  • Das ganze hat nix mit der Rennstrecke zu tun.
    Da waren wieder mal ein paar Dr. BWL er am Werk, die mangels ernsthafter Aufgabe ein Hirngespinnst aufziehen und von den Zuschüssen und Beteiligungen ihren "Lohn" einstreichen.

  • Hier ist auch die Kreditvergabe der ISB zu prüfen. Das liest sich zumindest etwas sonderbar.

  • nun laßt doch mal den Peer Steinbrück, von Bilderbergs Gnaden ran. Der saniert dann schon richtig.

    s. West LB

    Er wird seinen geliebten Brüdern bei den Bilderbgern schon die Rosinen zukommen lassen und dafür machen sie ihn dann zum Bundeskanzler.

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