Insolvenz
Hertie-Rettung immer unwahrscheinlicher

Muss der angeschlagene Handelskonzern Hertie nun doch endgültig dicht machen? Inzwischen erscheint es immer unwahrscheinlicher, dass das Unternehmen noch zu retten ist. Eine folgenschwere Panne des Insovenzverwalters hat die Lage weiter verschlimmert.

DÜSSELDORF. Die Zweifel an einer möglichen Rettung des angeschlagenen Warenhauskonzerns Hertie wachsen. Denn auch Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Christa Thoben, bei der Insolvenzverwalter Biner Bähr gestern wegen einer Landesbürgschaft vorsprach, konnte sich lediglich zu einer unverbindlichen Absichtserklärung durchringen. Man werde ein formelles Verfahren in die Wege leiten, hieß es lapidar.

Ein solches Verfahren aber kostet Zeit, und das seit Ende Juli insolvente Traditionsunternehmen hat für einen Großteil seiner Häuser schon seit dem 19. Januar keine gültigen Mietverträge mehr.

Insolvenzverwalter Bähr ist offenbar eine Panne unterlaufen. Vor einigen Wochen noch hatte er sich auf den Standpunkt gestellt, der niederländische Vermieter Mercatoria Acquisitions BV (MABV) sei Teil des Hertie-Alteigentümers Dawnay Day, eine Miete dürfe deshalb im Interesse der übrigen Hertie-Gläubiger daher zunächst nicht ausgezahlt werden. Die Zahlungsrückstände aber lieferten Mercatoria nun den rechtlichen Vorwand, die Mietverträge wirksam zu kündigen, wie das Handelsblatt aus Insiderkreisen erfuhr.

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