Insolvenzen
Post wappnet sich gegen Arcandor-Ausfall

Mit einer Verkürzung der Kündigungsfristen bei rund 3000 Mitarbeitern bereitet sich die Deutsche Post auf eine Verschärfung der Krise um den insolventen Arcandor-Konzern vor. Es handele sich aber nur um eine "rein vorsorgliche Maßnahme", hieß es.

HB DÜSSELDORF. Die Deutsche Post bereitet sich auf eine Verschärfung der Krise um den insolventen Arcandor-Konzern vor. Man habe sich mit der Gewerkschaft Verdi auf die Verkürzung der Kündigungsfristen für Tarifverträge von rund 3000 Beschäftigten verständigt, die die Logistik für die Arcandor-Töchter Karstadt und Quelle abwickeln, sagte ein Post-Sprecher am Mittwoch.

Die Verträge könnten nun "einige Monate" schneller ausgesetzt werden. Dabei handele es sich aber um eine "rein vorsorgliche Maßnahme", betonte der Sprecher. "Für die Mitarbeiter ändert sich derzeit nichts." Die tarifrechtlichen Vereinbarungen bestünden weiter.

Arcandor war in die Insolvenz geschlittert. Der vorläufige Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg sucht derzeit nach Wegen, den Essener Konzern zu erhalten. Das Insolvenzverfahren könnte indes auch Auswirkungen auf bestehende Verträge wie den mit der Post haben. Diese könnten neu ausgeschrieben werden - oder Görg könnte neue, günstigere Konditionen durchdrücken. Arcandor sei ein "großer Kunde", hatte die Post immer wieder betont. Der Konzern liefert derzeit auch den Quelle-Katalog aus.

Interesse an der Arcandor-Versandsparte Primondo hat bereits der Versandhändler Otto angemeldet. Otto verfügt mit dem Paketdienst Hermes über einen eigenen Anbieter für den Transport von Gütern, der in Konkurrenz zur Post steht. Hermes ist zudem an der deutschen Tochter des Post-Wettbewerbers TNT, TNT Post, beteiligt.

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